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Preissturz beim Heizöl

Heizung
am Donnerstag, 18.06.2020 - 11:30 (Jetzt kommentieren)

Heizöl ist deutlich günstiger geworden. Der Rückgang der Großhandelspreise für Erdgas kommt inzwischen teilweise bei den Verbrauchern an.

Bei den seit Jahren steigenden Stromkosten gibt es zumindest für einige Haushalte Zeichen für Entspannung. Nach Berechnungen des Vergleichsportals Check24 ist der durchschnittliche Gaspreis im ersten Halbjahr 2020 um drei Prozent gesunken. Für einen Jahresverbrauch von 20.000 kWh muss eine Familie im Juni im Schnitt 1.195 Euro bezahlen. In Januar waren es den Angaben zufolge noch 42 Euro mehr.

Die Beschaffungspreise der Lieferanten sind allerdings kräftiger gesunken. Den Check24-Analysten zufolge gaben sie seit Jahresbeginn um 65 Prozent nach. „Bei Endkunden, die ihr Gas aus der Grundversorgung beziehen, kommt diese Preissenkung bislang nicht an“, sagte Lasse Schmid, Geschäftsführer Energie bei Check24.

Heizöl deutlich billiger

Zu den Gewinnern gehören in diesem Jahr Haushalte, die mit Öl heizen. Der Preis für 100 Liter Heizöl (bei Abnahme von 3.000 l inklusive Mehrwertsteuer) liegt gegenwärtig im bundesweiten Durchschnitt bei rund 48 Euro und damit um 23 Euro niedriger als zu Beginn des Jahres. Ein Vier-Jahres-Tief ist noch nicht ganz erreicht, aber in Sichtweite.

Der Preissturz beim Heizöl hat nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts die Haushaltsenergie insgesamt billiger gemacht. Im Mai war sie 1,8 Prozent günstiger als vor Jahresfrist. Für Strom und Gas haben die Statistiker allerdings einen Preisaufschlag festgestellt. Demnach war Strom im Mai 4,2 Prozent teurer als im Mai 2019. Erdgas verteuerte sich um 1,7 Prozent.

Mit Material von dpa

Tipp: Mit Milch heizen und gleichzeitig Strom sparen

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