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PV-Vergütungssätze seit Anfang November 1,4 Prozent niedriger

© landpixel
von , am
11.11.2013

Bonn - Die Vergütungssätze für Photovoltaik-Anlagen sind zum 1. November um 1,4 Prozent gesunken und werden auch im Dezember und Januar jeweils zum Ersten des Monats um diesen Satz zurückgenommen.

Mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes gibt es auch einige Änderungen bei der Einspeisevergütung für Strom aus neuen Photovoltaikanlagen. © Dr. Klaus-Uwe Gerhardt/www.pixelio.de
Wie die Bundesnetzagentur Ende Oktober mitteilte, fällt die Rücknahme aufgrund verringerter Zubauraten etwas geringer aus als im August, September und Oktober, als sie jeweils um 1,8  Prozent (%) gesenkt wurden.
 
Nach Einschätzung ihres Präsidenten Jochen Homann ist damit inzwischen deutlich erkennbar, dass sich der monatliche Zubau von Photovoltaik-Anlagen verstetigt. Zudem bewegten sich die jährlichen Zuwachsraten weiter auf den gesetzlich festgelegten Zubaukorridor zu. Mit einer Überschreitung von lediglich 559 MW habe die Bundesnetzagentur zuletzt einen starken Rückgang verzeichnet, bilanzierte Homann. Bei der vorletzten Berechnung der Vergütungssätze für die Monate August bis Oktober 2013 wurde der Korridor nach seinen Angaben noch um knapp 1.500 MW überschritten.

Einspeisevergütung wird monatlich angepasst

Die Einspeisevergütung für PV-Anlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wird laut Bundesnetzagentur monatlich angepasst. Hierbei ist eine konstante Absenkung der Vergütungssätze um jeweils 1 % vorgesehen. Die Einspeisevergütung wird zusätzlich abgesenkt, wenn sich der Zubau oberhalb des im EEG festgelegten Korridors von 2.500 MW bis 3.500 MW pro Jahr bewegt. Die Absenkung erfolgt dabei stufenweise je nach Höhe der Überschreitung.
 
Eine Unterschreitung des Zubaukorridors würde nach Angaben der Bundesnetzagentur dagegen dazu führen, dass die Vergütung weniger stark sinkt, gleich bleibt oder sogar ansteigt. Für die jeweilige Degressionsberechnung bilden stets die zurückliegenden zwölf Monate die Datengrundlage. Im Rahmen der aktuellen Absenkung der Vergütungssätze sind dies die Zubauzahlen der Monate Oktober 2012 bis September 2013.
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