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Erneuerbare-Energien-Gesetz

Rabatt bei EEG-Umlage: Die Zeche zahlen die Kleinen

Solaranlage
am
23.08.2018

Für das kommende Jahr haben deutlich mehr Unternehmen mit großem Strombedarf einen Rabatt bei der EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz)-Umlage beantragt.

Bis zum Stichtag, den 30. Juni 2018, haben insgesamt 2.209 Firmen einen Antrag auf eine Teilbefreiung von der EEG-Umlage gestellt. Die beantragte Menge an Strom betrug 119 Terawattstunden. 2017 waren es 107,4 Terawattstunden, die beantragt wurden. 2.252 Firmen hatten damals einen Antrag gestellt. Das geht aus der Antwort des Bundeswirtschafts-ministeriums auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor.

Verbraucher müssen zahlen

Laut der Grünen-Bundestagsabgeordneten Julia Verlinden beantrage die Industrie für immer größere Strommengen die Befreiung von der EEG-Umlage. 2019 sollen für rund ein Fünftel des gesamten deutschen Stromverbrauchs Industrieausnahmen gelten", sagte Verlinden. Die Zeche zahlen Privatverbraucher, kleine Unternehmen und das Gewerbe, die diese Wirtschaftssubvention in Milliardenhöhe mit ihrer Stromrechnung finanzieren."

Die EEG-Umlage finanziert die Förderung von Ökoenergie für die Betreiber von Solar-, Windkraft-, Wasserkraft- oder Biogasanlagen. Alle Stromkunden müssen sie bezahlen, für bestimmte Industriebranchen und Gewerbe gibt es allerdings Rabatte.

Starke Veränderungen möglich

Erfahrungsgemäß könnten sich aber im Zuge des Verwaltungsverfahrens noch starke Veränderungen ergeben, so das Ministerium. Außerdem werde im Ergebnis nicht die beantragte Strommenge begünstigt, sondern die tatsächlich verbrauchte Strommenge.

Für 2018 erhalten fast 2.000 Unternehmen einen Rabatt auf die Ökostrom-Umlage. Die beantragte Strommenge lag bei 114 Terawattstunden und bewegte sich knapp über dem Niveau der Vorjahre.

Mit Material von dpa

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