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Biomasse

REDcert: EU-Kommission schlägt Anerkennung vor

von , am
24.05.2012

Brüssel/Bonn - Das REDcert-System zur Nachhaltigkeitszertifizierung von Biokraftstoffen wurde von der EU-Kommission den Mitgliedstaaten zur Anerkennung vorgeschlagen.

© Mühlhausen/landpixel
Mit einer Veröffentlichung im EU-Amtsblatt und dem Abschluss des formalen Anerkennungsverfahrens wird bis Ende Juni 2012 gerechnet. Die Anerkennung durch die Europäische Kommission ist Voraussetzung dafür, dass das REDcert-System in allen europäischen Ländern ohne Einschränkungen genutzt werden kann.
 
REDcert wurde 2010 von führenden Verbänden und Organisationen der deutschen Agrar- und Biokraftstoffwirtschaft gegründet. Das gleichnamige, bereits durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) genehmigte Zertifizierungssystem hat sich seitdem zu einem führenden System in Deutschland entwickelt.

Erfüllung internationaler Anforderungen

Die Betreiber wollen damit die Verantwortungsbereitschaft der betroffenen Wirtschaftsgruppen zur aktiven Förderung einer zertifizierten Nachhaltigkeit von Biokraft- und Brennstoffen herausstellen. Das REDcert-System gewährleistet die Umsetzung der europäischen Nachhaltigkeitsanforderungen für die energetische Nutzung von Biomasse und ist auf allen Stufen des Produktionsprozesses anwendbar.

50 Prozent Treibhausgaseinsparungen sind machbar

Unter anderem wird garantiert, dass die Treibhausgasemissionen der zertifizierten Produkte über die gesamte Herstellungskette betrachtet bereits heute um mindestens 35 Prozent niedriger als bei fossilen Kraftstoffen sind. Diese Einsparung soll bis 2017 auf 50 Prozent steigen.
  • REDcert ist nach dem Internationale Kohlenstoff-Zertifizierungssystem (ISCC) das zweite in Deutschland tätige Nachhaltigkeitssystem, dem von der Kommission die Vergleichbarkeit mit EU-Vorgaben bescheinigt wird.
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