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Interview

Warum Rennrodler Georg Hackl jetzt Biogasbotschafter ist

Biogasanlage in Deutschland mit Getreidefeld
am Mittwoch, 06.05.2020 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Der ehemalige Rennrodler und mehrfache Olympiasieger Georg Hackl ist seit 2014 Biogasbotschafter beim Fachverband Biogas. Im Interview verrät er seine Motivation dafür.

Wieso setzen Sie sich als ehemaliger Spitzensportler für Erneuerbare Energien ein?

Ich komme selbst vom Land und mein Vater stammt von einem Bergbauernhof im Berchtesgadener Land. Den Hof führt zwar mein Cousin weiter, aber der Landwirtschaft fühle ich mich dennoch verbunden. Daher habe ich mich auch eines Tages mit dem Thema ­Erneuerbare Energien auseinandergesetzt und meine Leidenschaft dafür entdeckt.

Rennrodler

Georg Hackl beantwortet in seinen Youtube-Videos „Post für Hackl“ Leserfragen rund um das Thema Biogas.

Inwieweit?

Ich habe darüber nachgedacht, was eigentlich die wichtigste Ressource unserer modernen
Gesellschaft ist. Das ist die Energie und wie wir sie gewinnen. Derzeit betreiben wir Raubbau. Wir graben fossil gespeicherten Kohlenstoff aus, der über Millionen von Jahren im Boden gespeichert war, und pusten ihn in die Atmosphäre. Dadurch haben wir zwar den hohen Standard der Industrialisierung, aber dies führt auf lange Sicht gesehen in den Abgrund. Wir müssen endlich dafür sorgen, nachhaltige Energie bereitzustellen.

Seit 2014 unterstützen Sie den Fachverband Biogas e. V. als Biogasbotschafter mit den Youtube-Videos „Post für Hackl“. Wie ist es dazu gekommen?

Im Fernsehen habe ich mich einmal positiv über das Thema Biogas geäußert. Danach ist erst mal mein E-Mail-Fach übergequollen. Darunter war eine E-Mail vom Fachverband Biogas. Wir haben uns dann zusammengesetzt und seither gibt es regelmäßig Youtube-Videos. Inzwischen haben wir schon etwa zehn Stück veröffentlicht.

Von wem bekommen Sie die Zuschriften für „Post für Hackl“?

Das ist ganz unterschiedlich, sowohl von Menschen aus der Stadt als auch vom Land, eigentlich von allen, die sich für das Thema Erneuer­bare Energien interessieren.

Wie sind die Reaktionen auf Ihre Videos?

Meist bekomme ich nach der Veröffentlichung
eines neuen Youtube-Videos „Post für Hackl“  rund 50 E-Mails. Sie sind eigentlich durchwegs positiv. Kritik kommt sehr selten vor. Meist geht es dann um den Maisanbau.

Was wollen Sie mit den Youtube-Videos erreichen?

Wir versuchen, die Vorzüge der Biogasnutzung aufzuzeigen. Besonders die Synergieeffekte ­wollen wir rausstellen. Vor allem aber möchten wir die Menschen objektiv über das Biogasthema informieren. Ich erkläre den Menschen zum ­Beispiel, dass Biogas mit vielen Substraten betrieben werden kann und nicht nur mit Silomais. Blühwiesen haben beispielsweise eine hohe ­Biodiversität. Zudem können auch landwirtschaftliche Abfälle und Tierexkremente genutzt werden. Die sind sowieso da.

Wie erklären Sie den Youtubern die Vorteile von ­Biogas?

Die Alternative zur Biogaserzeugung ist, dass die biogenen Reststoffe unkontrolliert in die Atmosphäre gehen. Das steigert den Treibhauseffekt. Durch die Erzeugung von Biogas kann man sinnvoll in den Kreislauf eingreifen und einen energetischen Benefit haben, denn den Kohlenstoff kann ich dadurch zum Beispiel Treibhäusern zuführen, um das Pflanzenwachstum zu steigern, oder Biogas mit Wasserstoff substituieren und wieder Methangas herstellen. Für die ­Zukunft stellt das ungeahnte Möglichkeiten da.

Das vollständige Interview finden Sie in der Mai-Ausgabe des agrarheute Energie Magazins.

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