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Wind

Schleswig-Holstein verdoppelt Windkraftgenehmigungen

von , am
11.01.2014

Kiel - Schleswig-Holstein setzt auf die Energiewende - nicht zuletzt, weil man sie als Anschubprojekt für das Land sieht. So wurden 2013 doppelt soviele Winkraftanlagen genehmigt als 2012.

Bis Ende November wurden in Schleswig-Holstein im Jahr 2013 283 Genehmigungen für Windkraftanlagen erteilt. © Peter Kirchhoff/aboutpixel.de
Gut ein Jahr nach Ausweisung der neuen Windeignungsflächen in Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der Genehmigungen von Windkraftanlagen mehr als verdoppelt. Demnach wurden 2013 bis Ende November 283 Genehmigungen erteilt. Im Jahr 2012 waren es dagegen 124, 2011 lag die Zahl bei 152.
 
"Schleswig-Holstein produziert den günstigsten erneuerbaren Strom. Wer Atomausstieg und Klimaschutz will, der will vor allem auch Windstrom aus Schleswig-Holstein", sagte Energiewendeminister Robert Habeck anlässlich der Eröffnung eines Bürgerwindparks in Hemme, der als erster auf den neuen Windflächen entstanden ist.

Ausbauschwerpunkte im Norden und Südwesten

Insgesamt lagen Ende November 2013 noch 465 Genehmigungsanträge für Windkraftanlagen vor - im Januar 2013 waren es 287 offene Verfahren. Der Ausbauschwerpunkt liegt im nördlichen Landesteil sowie im Südwesten.
 
Betrugen die durch das Landesamt für Umwelt und ländliche Räume (LLUR) genehmigten Leistungen je Monat in den Jahren 2011 und 2012 etwa 29 Megawatt, so waren es im vergangenen Jahr (Stand Ende November) bisher 69 Megawatt und somit mehr als das Doppelte. Auch die Investitionskosten verdoppelten sich. Hier wurden im Mittel 2011 monatlich 26,2 Millionen Euro und 2012 23,6 Millionen Euro ermittelt. Für 2013 belaufen sich die Investitionskosten bisher auf 740 Millionen Euro und somit im Durchschnitt auf 67,3 Millionen Euro je Monat.

Energiewende ein Anschubprojekt für's Land

"Die Energiewende ist auch ein großes ökonomisches Anschubprojekt für Schleswig-Holstein", sagte Habeck. Das Land hatte Ende 2012 den Anteil der Windeignungsflächen in Schleswig-Holstein mehr als verdoppelt, so dass inzwischen 1,7 Prozent der Landesfläche für den Bau von Windanlangen zur Verfügung stehen. Um die zu erwartenden Antragsflut zu bearbeiten, hat das Land beim LLUR zehn Stellen (teilweise befristet) neu geschaffen und besetzt. 
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