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Aus der Wirtschaft

Schutzzoll auf Biodiesel kommt

von , am
23.11.2013

Brüssel - Ab kommenden Mittwoch fallen auf Biodiesel aus Argentinien und Indonesien Schutzzölle an. Die EU wirft den Ländern vor, die für die Produktion nötigen Rohstoffe künstlich verbilligt zu haben.

Geht es nach dem EU-Abgeordneten sollen zukünftig nur noch max. 7 Prozent der Biokraftstoffe vom Acker kommen. © landpixel
Die Europäische Union hat am Donnerstag endgültige Antidumpingzölle auf Biodiesel aus Argentinien und Indonesien verhängt. Die Schutzzölle werden ab Mittwoch der kommenden Woche in Kraft treten.
 
Für Biodiesel aus Argentinien bedeutet das zu den üblichen Zöllen einen zusätzlichen Aufschlag von 24,6 Prozent und für Indonesien von 18,9 Prozent.

Rohstoffpreise künstlich niedrig gehalten

Nach einer 15-monatigen Untersuchung hatte der Rat diese Maßnahme beschlossen, da die Biodieselproduzenten beider Länder nach Ansicht des Rates ihre Ware aufgrund von künstlich niedrig gehaltenen Rohstoffpreisen unter dem EU-Marktwert anbieten konnten. Dies habe zu Wettbewerbsverzerrungen für europäische Produzenten geführt.

Vorläufige Strafzölle bereits im Mai

Bereits im Mai hatte die EU-Kommission vorläufige Antidumpingzölle für die Einfuhr von Biodiesel aus Argentinien und Indonesien verhängt. Damals hatte der Zollsatz für Biodiesel aus Argentinien zwischen 6,8 und 10,6 Prozent und für indonesische Ware zwischen 2,8 und 9,6 Prozent gelegen.

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