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Photovoltaik

So werden Solaranlagen auf Stalldächern wieder sauber

Photovoltaik auf Schweinestall-Dach
Immo Cornelius/agrarheute
am
21.02.2017

Sind Solarmodule verschmutzt, entsteht ein wirtschaftlicher Schaden durch geringere Leistungen. Bei der Reinigung bieten sich verschiedene Verfahren an.

Schmutz auf den Modulen einer Photovoltaikanlage reduzieren die Lichteinkopplung und reduzieren die Wirtschaftlichkeit der gesamten Anlage. Die Autoren des DLG-Merkblatts 414 "Reinigung von Solaranlagen auf Ställen" empfehlen bei starken Verschmutzungen eine Reinigung der PV-Anlage und stellen verschiedene Reinigungsvarianten vor.

Neben Vogelkot sowie Pollen- und Blütenstaub sind es auf landwirtschaftlichen Betrieben vor allem Stäube und Aerosole aus dem Stall (Einstreu, Futtermittel, Erntestaub), die Solaranlagen verschmutzen.

Staub bleibt an Modulen haften

Die Erhitzung des Photovoltaik-Moduls durch Sonneneinstrahlung lässt die Stäube sehr stark an der Oberfläche der Module anhaften. Einmal verschmutzte Anlagen binden neuen Staub zudem viel besser als die glatten Oberflächen von gereinigten Modulen.

Durch die Verschmutzungen können Ertragsverluste von bis zu 30 % entstehen. Die Wirtschaftlichkeit einer Reinigung ist außerdem von den Kosten dieser Maßnahme abhängig.

Reinigungsmittel auf Zulässigkeit prüfen

Generell beschleunigen gutes Einweichen, höhere Temperaturen und Reinigungsmittel den Reinigungsverlauf. Bei Fettablagerungen, die inbesondere auf Dächern von Schweine- und Geflügelställen auftreten können, bieten sich alkalische, bei Kalkrückständen durch Verwendung von hartem Wasser saure Reinigungsmittel an.

Prinzipiell ist die Umwelt- und Materialverträglichkeit solcher Lösungsmittel zu prüfen. Bei der Verwendung nicht zulässiger Reinigungsmittel können Schäden an der Beschichtung der Module entstehen und der Garantieanspruch erlischt.

Kleine Anlagen: Manuelle Reinigung möglich

Grundsätzlich kann die Reinigung vom Dachfirst oder Boden aus erfolgen. Unterschieden werden die manuelle und halbautomatische Reinigung. Die manuellen Systeme wurden dabei ursprünglich für die Glasreinigung von Gebäuden entwickelt und sind für die PV-Modul-Reinigung nur bedingt geeignet.

Für kleine und nur leicht verschmutzte Anlagen mit guter Zugänglichkeit ist die Reinigung mit diesen Systemen akzeptabel. Einsatzgrenzen ergeben sich zum Beispiel durch die begrenzte Flächenleistung und hohe Verschmutzungsgrade.

Unterschiedliche halbautomatische Systeme

Bei den halbautomatischen Systemen mit rotierenden Bürsten wird nach Art des Antriebs (wassergetrieben/elektrisch) und Achsenposition der Bürste (horizontal/vertikal) unterschieden. Bei den wassergetriebenen Geräten ist meist ein Hochdruckreiniger nötig. Reinigungssysteme mit Hochdruckreiniger ohne zusätzliche Bürsten sind für die meisten Solaranlagen nicht zulässig.

Einsatzgrenzen ergeben sich durch eine schlechte Erreichbarkeit der letzten oder seitlichsten Module, gerade beim Einsatz von Teleskopstangen. Durch den geringen Wasserdurchsatz bei elektrisch angetriebenen Bürsten ergeben sich eingeschränkte Flächenleistungen.

Arbeitssicherheit beachten

Das Reinigen von Photovoltaikanlagen birgt eine große Gefahr des Ein- oder Abstürzens. Die Unfälle können mitunter tödlich verlaufen. Daher muss der Arbeitssicherheit ein hoher Stellenwert eingeräumt werden. Generell sollte die Reinigung vom Boden oder einem Arbeitskorb aus vorgezogen werden.

Aufgrund von spannungsführenden Anlagenteilen besteht bei PV-Anlagen darüber hinaus die Gefahr eines lebensgefährlichen Stromschlags. Große und schwierig zu erreichende PV-Module können von qualifizierten Reinigungsfirmen gereinigt werden.

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