Login
Solar

Solaranlagenbesitzer müssen nachrüsten

von , am
17.04.2014

Berlin - Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hat an die Betreiber von Solaranlagen appelliert, bei der nötigen Änderung der 50,2-Hertz-Abschaltfrequenz der Anlagen aktiv mitzuwirken.

Weil ab 2017 Aisschreibungen nötig sind, haben viele ihre Solaranlagen noch 2016 fertiggestellt. © landpixel
AEE-Geschäftsführer Philipp Vohrer berichte, die Umrüstung der großen Photovoltaikanlagen sei nahezu abgeschlossen. Jetzt seien die Anlagen von 10 kWp bis 30 kWp und die mittelgroßen von 30 kWp bis 100 kWp an der Reihe; dazu gehörten auch klassische Dachanlagen privater Betreiber.
 
Allein bis Ende Mai sollen rund 90.000 mittelgroßen Anlagen zwischen 30 und 100 kWp umgerüstet sein. Durch das Update der Wechselrichter in den Solarstromanlagen soll den Angaben zufolge verhindert werden, dass sich alle betroffenen Anlagen gleichzeitig abschalten, wenn es zu Netzstörungen kommt.

Für Anlagenbetreiber ist die Nachrüstung kostenlos

"Je kleiner die Anlage, desto geringer ist in der Regel auch das technische Wissen der Anlagenbesitzer über die Anlagendaten", erklärte Vohrer. Es bestehe daher die Gefahr, dass es nach den Startschwierigkeiten im vergangenen Jahr zu weiteren Verzögerungen kommen könnte. Dabei sei die Umrüstung für die Anlagenbetreiber kostenlos und erfordere genauso wenig Aufwand wie die Heizungsablesung.

Keine Umrüstpflicht für kleine Anlagen

Insgesamt müssen in Deutschland mehr als 400.000 Photovoltaikanlagen nachgerüstet werden. Die meisten davon stehen in Bayern und Baden-Württemberg.
 
Kleinanlagen unter 10 Kilowattpeak und seit 2012 in Betrieb genommene Anlagen sind von der Umrüstpflicht ausgenommen.
Auch interessant