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Solar

Solarbranche hofft auf Trendwende

von , am
23.04.2014

Nach dem schwierigem Jahr 2013 gab es im ersten Quartal 2014 eine deutliche Marktbelebung. Deutsche Hersteller freuen sich über die verbesserte Auftragslage und Wettbewerbsposition im internationalen Vergleich.

Was ist dran an den Vorwürfen, dass Hersteller aus China sich nicht an die in der EU geltenden Mindestpreise halten? © Rainer Sturm
Die Auftragssituation der Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Photovoltaik in Deutschland hat sich zum Ende des ersten Quartals 2014 „überaus positiv“ entwickelt. Wie aus der jüngsten Geschäftsklimaumfrage des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hervorgeht, meldeten 90 Prozent (%) der Unternehmen eine Verbesserung der Auftragslage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch die Umsatzerwartung für das laufende Jahr spricht Bände: Mit einem Plus von knapp 30 % will die Branche die ersehnte Trendwende schaffen.
 
"Die positiven Anzeichen der letzten Monate haben sich bewahrheitet. Das Interesse an innovativen und zukunftsorientierten Technologien, Prozessen und Maschinen kann aktuell vermehrt in Auftragseingänge umgemünzt werden", erklärte der Vorsitzende von VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel, Dr. Peter Fath .
 

2014 mit Wachstumspotential

Nach Angaben von Fath hatten die Photovoltaik-Zulieferer 2013 ein schwieriges Jahr durchzustehen, das von Überkapazitäten, Handelsstreitigkeiten sowie Preisdruck und der Konsolidierung der Solarbranche geprägt gewesen sei. Die Belebung der wirtschaftlichen Situation habe lange auf sich warten lassen, was sich auch in der Umsatzentwicklung des deutschen Photovoltaik-Maschinenbaus widerspiegele. So habe die Branche im vergangenen Jahr lediglich gut 700 Millionen Euro umgesetzt; dass seien 45 % weniger als im ebenfalls herausfordernden Vorjahr.
 
Das Geschäftsjahr 2014 biete dagegen wieder ein deutliches Wachstumspotential, so Fath. Die Photovoltaik-Zuliefererbranche blicke zuversichtlich in die Zukunft. Die Schlüsselfaktoren dafür seien der Optimismus bei der Marktstimmung und die weltweit anziehende Photovoltaik-Nachfrage.
 

Hersteller bauen Kapazitäten aus

Die meisten großen Photovoltaik-Hersteller planten derzeit eine Steigerung ihrer Fertigungskapazitäten. Zusätzlich versuchten sie, ihre Präsenz in Schwellenländern weiter auszubauen. Für das Jahr 2014 sei daher ein kräftiges Wachstum zu erwarten; allerdings werde die Branche nicht das Niveau der Boom-Jahre erreichen. Nach Angaben von Fath besteht der deutsche Photovoltaik-Maschinenbau weiterhin mit Bravour den Benchmark mit seinen internationalen Marktbegleitern. Mit einem Weltmarktanteil von mehr als 50 % sei es der Branche auch 2013 gelungen, ihre hervorragende Wettbewerbsposition erfolgreich zu behaupten.
 

Deutscher Solarbau behauptet sich

Mittlerweile habe sich die Kapazitätsauslastung im deutschen Photovoltaik-Maschinenbau zusehends erholt. Zwei Drittel der Unternehmen berichteten von einer normalen Auslastung ihrer Kapazitäten. Die von den Herstellern ermittelte Auftragsreichweite hat sich laut Fath zum Ende des ersten Quartals 2014 auf 4,5 Monate eingependelt. "Alle Indikatoren sprechen dafür, dass der deutsche Photovoltaik-Maschinenbau seine Schlüsselstellung als Innovationsmotor und Lösungsanbieter in der Photovoltaikproduktion behaupten wird", hob der Vorsitzende hervor. Die Branche habe ihre Hausaufgaben gemacht und sei für den sich abzeichnenden Investitionszyklus bestens vorbereitet.
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