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Solar

Solarwärmemarkt verdreifacht sich bis 2020

von , am
08.06.2012

Berlin - Der Bundesverband Solarwirtschaft hat die Ergebnisse der aktuellen Studie Fahrplan Solarwärme in Berlin vorgestellt.

Mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes gibt es auch einige Änderungen bei der Einspeisevergütung für Strom aus neuen Photovoltaikanlagen. © Dr. Klaus-Uwe Gerhardt/www.pixelio.de
Bis 2020 wird sich der Solarwärme-Markt bei einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 12,5 Prozent auf einen Zubau von 3,6 Millionen Quadratmeter Kollektorfläche im Jahr verdreifachen. Damit steigt die solare Wärmeerzeugung auf 14 Milliarden Kilowattstunden (therm.) pro Jahr. Erhebliches Wachstum dürften neben dem klassischen Marktsegment der Ein- und Zweifamilienhäuser mittelfristig neue Einsatzbereiche im Mehrfamilienhaus- und Nicht-Wohnbereich beisteuern. Das sind die Kernergebnisse der umfangreichen Studie "Fahrplan Solarwärme", die der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) in Berlin vorgestellt hat.

Innovative Technologien sollen Produktionskosten senken

Erhebliche Fortschritte erwarten die Autoren der Studie bei der Senkung der Produktionskosten durch den Einsatz innovativer Technologien, günstigere Fertigungsverfahren und der Entwicklung alternativer Speicherkonzepte. "Solarwärme-Systeme werden bis 2020 um 14 Prozent günstiger werden, bis 2030 sogar um mehr als 40 Prozent. Damit stärkt Solarwärme entscheidend ihre Wettbewerbsfähigkeit", sagte Technomar-Geschäftsführer Zsolt Krémer.
 
Die Studie "Fahrplan Solarwärme" definiert sechs strategische Fokusthemen, mit deren Hilfe die Branche die ambitionierten Ziele erreichen möchte. Ansatzpunkte sind zum Beispiel Forschung und Entwicklung im Bereich Speichertechnologie, um die Kosten für Solarwärme-Systeme zu senken bzw. durch Effizienzsteigerung die Amortisationszeit der Anlage zu verkürzen. Auch die Installation soll durch vereinfachte Montagesysteme und Standardisierung weiter optimiert werden. Zusätzliche Marktsegmente sollen durch verbesserte Systemlösungen und durch bedarfsgerechte Informationen für neue Zielgruppen erschlossen werden.
 
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