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Solar

Solarzubau hat sich stark verringert

von , am
12.05.2014

Bonn - In den vergangenen zwölf Monaten sind 3.000 Megawatt (MW) an neuen Photovoltaikanlagen gebaut worden. Das teilte die Bundesnetzagentur Ende April mit.

Mehrere technisch eigenständige PV-Anlagen können vergütungsrechtlich als eine Gesamtanlage gelten. © landpixel
Damit liegt der Zubau erneut innerhalb des gesetzlich festgelegten Korridors von 2.500 MW bis 3.500 MW. Die Einspeisevergütung für die Solaranlagen sinkt somit vom 1. Mai 2014 bis zum 1. Juli 2014 jeweils zum Monatsersten um 1 Prozent (%). Wenn sich der Zubau oberhalb des im Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) festgelegten Korridors beweg hätte, wäre die Förderung stärker reduziert worden, erläuterte die Bundesnetzagentur.
 
Eine Unterschreitung des Zubaukorridors hätte dagegen dazu geführt, dass die Vergütung weniger stark sinke, gleich bliebe oder sogar aussteige. Die kontinuierliche Absenkung der Vergütungsätze hatte die Bundesregierung 2012 beschlossen, unter anderem um die Kosten des Solarbooms zu reduzieren und den Ausbau stärker an den Bedarf anzupassen.

Zubau um 41 Prozent geringer als im ersten Quartal 2013

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, betonte, bereits im vergangenen Jahr sei der monatliche Zubau von Solaranlagen kontinuierlich gesunken. Diese Entwicklung habe sich nun fortgesetzt. Die von der Bundesnetzagentur in den letzten Jahren berechneten Degressionen der Vergütung führten somit zu einer vom Gesetzgeber gewünschten Reduzierung des Zubaus, was die Bundesnetzagentur sehr begrüße.
 
Grundlage für die nun erfolgte Festlegung sind laut Bundesbehörde die Zubauzahlen der Monate April 2013 bis März 2014. Ein Vergleich des Zubaus im ersten Quartal 2014 mit dem im gleichen Vorjahreszeitraum ergibt zudem eine Abnahme um ungefähr 41 %, was die Netzagentur vor allem auf die stetige Absenkung der Vergütung zurückführt.
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