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Solar

Strafzölle für Solarglas aus China

von , am
29.11.2013

Brüssel - Die Europäische Union hat im Solarstreit mit China Strafzölle verhängt. Die Anti-Dumping-Zölle sollen zunächst ein halbes Jahr gelten und heimische Hersteller vor Billigkonkurrenz schützen.

EU verhängt vorläufige Strafzölle für Solarglas aus China. © BSW-Solar
Für Solarglas aus China gelten vorläufige Strafzölle in der EU. Die Höhe hängt vom Unternehmen ab, es werden zwischen 17,1 und 42,1 Prozent fällig. Dies geht aus einem Eintrag im Europäischen Amtsblatt hervor. Mit den Anti-Dumping-Zöllen will die EU heimische Hersteller vor unlauterer Billigkonkurrenz schützen.
 
Solarglas ist ein Spezialprodukt, das vor allem für die Herstellung von Solarpaneelen verwendet wird. Zwischen China und der EU gibt es mehrere Handelsdispute um Solarprodukte. Im Sommer hatten sich beide Seiten in einem weitaus größeren Streit um Solarpaneele am Ende gütlich geeinigt.

Vorwürfe gegen Solarsubventionen

Die Strafzölle auf Solarglas gelten vorerst für sechs Monate. Dann müssten die EU-Staaten längerfristige Maßnahmen beschließen. Die EU-Kommission prüft derweil weiter Vorwürfe gegen chinesische Firmen. Auch eine parallele Untersuchung wegen des Verdachts unbotmäßiger chinesischer Subventionen halte noch an, wie ein Sprecher von EU-Handelskommissar Karel De Gucht erklärte. "Der EU-Markt für Solarglas ist geschätzte 170 Millionen Euro wert", sagte er. "Am Marktwert gemessen, ist dies im Vergleich zu den Solarpaneelen ein sehr kleiner Fall." Der Wert der aus China eingeführten Solarpaneele und ihrer Hauptbestandteile belaufe sich auf 20 Milliarden Euro.
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