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Ökostrom

Strom: Wind und Sonne überholen Kohle

Strom
am Mittwoch, 18.12.2019 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Die Strommenge aus Kohlekraftwerken ist um 37 Prozent zum Vorjahresquartal gesunken und liegt damit hinter den Erneuerbaren Energieträgern.

Im 3. Quartal 2019 wurden in Deutschland 120 Mrd. kWh Strom erzeugt und in das Stromnetz eingespeist. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das 12,8 Prozent weniger als im 3. Quartal 2018. Vor allem die Einspeisung von in Kohlekraftwerken erzeugtem Strom sank im Vorjahresvergleich deutlich um 37 Prozent auf 34 Mrd. kWh.

Damit lag die Stromeinspeisung aus Windkraft und Photovoltaik mit zusammen 36 Mrd. kWh wie bereits im Vorquartal leicht über der eingespeisten Kohlestrom-Menge. Diese Entwicklung ist durch den gesetzlichen Einspeisevorrang für Strom aus erneuerbaren Energien begünstigt. Bereits im 1. und 2. Quartal war die eingespeiste Menge an Kohlestrom um 20 Prozent und 24 Prozent zu den Vorjahresquartalen zurückgegangen.

Erdgas hat höchsten Zuwachs

Erdgas verzeichnete im 3. Quartal 2019 mit einem Plus von 31 Prozent den höchsten Zuwachs im Vorjahresvergleich. Der hohe Anstieg der durch Erdgas erzeugten Strommenge hängt unter anderem mit der günstigen Preisentwicklung dieses Energieträgers für Kraftwerksbetreiber zusammen. Zudem sind Gaskraftwerke aufgrund deutlich kürzerer Anlaufzeiten flexibler einsetzbar als Kohlekraftwerke.

Dies ist bei einem mittlerweile konstant über 30 Prozent liegenden Anteil von Windkraft und Photovoltaik und den damit verbundenen Schwankungen bei der kurzfristig verfügbaren Strommenge aus diesen Quellen von Vorteil.

Mit Material von Destatis

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