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Stromkosten

Eine Stromsparanlage für die Biogasanlage

Biogasanlage
am Freitag, 10.07.2020 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Die Stromsparanlage der Marke eSaver verringert den Stromverbrauch einer Biogasanlage deutlich. Wie das funktioniert, verrät Michael Hartmann, technischer
Produkt- und Projektleiter bei der eSaver GmbH, im Interview.

Was ist eigentlich ein eSaver?

Eine Mess-, Steuer- und Regelungstechnik mit der sich Strom sparen lässt. Diese Kombination aus Hard- und Software ermöglicht es, zum Beispiel bei einer Biogasanlage die Kilowattstunden und das Ausfallrisiko deutlich zu reduzieren. Zudem verbessert die Stromsparanlage die lokale Netzqualität.

Wie funktioniert er?

Einfach erklärt: Der eSaver wird nach dem Transformator eingebaut und erzeugt durch eine Gegeninduktion ein Magnetfeld. Darin  sammeln wir sogenannte Netzrückwirkungen, die durch Stromschwankungen entstehen. Netzrückwirkungen bilden sich bei Biogasanlagen zum Beispiel beim An- und Abfahren der Rührwerke und Pumpen. Quasi wie die längste Batterie der Welt, werden diese in Millisekunden zwischengespeichert und als Wirkstrom ins Biogasnetz zurückgeliefert. Dadurch kann der Kunde den Stromverbrauch deutlich reduzieren.

Ab wann lohnt sich der Einbau?

Die monatlichen Stromkosten sollten bei mindestens 2.000 Euro beziehungsweise bei einem Stromverbrauch von 10.000 kWh im Monat liegen. Bei mindestens zwei Fermentern liegen die Stromkosten bei 5.000 bis 6.000 Euro. Der Anlagenbetreiber kann mit dem eSaver pro Fermenter rund 500 Euro im Monat sparen.

Wie hoch sind die Anschaffungskosten?

Das ist stark von der Anlagengröße abhängig. Kleinere Anlagen liegen bei 20.000 Euro, große Anlagen im sechsstelligen Bereich.

Welche Möglichkeit der Finanzierung gibt es?

Da gibt es verschiedene: Kauf, Mietkauf, Leasing. Wir bieten zudem auch Contracting an. Beliebt ist die Option Mietkauf, denn er  wird in Modul 3 vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) gefördert. Unternehmen mit weniger als 50 Mio. Euro Umsatz und weniger als 250 Mitarbeitern erhalten eine Förderung von 40 Prozent, große Unternehmen von 30 Prozent. Über den festgelegten Zeitraum wird eine monatliche Miete fällig, nach Vertragsablauf geht der eSaver in den Besitz des Kunden über. Ein Beispiel: Biogasanlagen mit zwei Fermentern und einem monatlichen Mietanteil von rund 600 Euro liegen bei einer Laufzeit von rund 60 bis 72 Monaten. Bei großen Anlagen verlängert sich die Laufzeit auf bis zu zehn Jahre. Durch die Förderung verkürzt sich die Amortisation.

Spart dann der Kunde überhaupt noch was?

Ja, der Betreiber kann bei diesem Beispiel seine Stromkosten auf rund 1.000 Euro pro Monat reduzieren, das ist ein Plus von rund 400 Euro im Monat.

Das vollständige Interview und eine Praktikermeinung können Sie in der kommenden Ausgabe des agrarheute Energie Magazins 3/2020 lesen.

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