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Solar

Umsatz bei Photovoltaik-Zulieferern bricht ein

von , am
02.10.2012

Frankfurt - Auf deutliche Umsatzeinbrüche bei den Zulieferern der Photovoltaik-Industrie hat der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) Photovoltaik-Produktionsmittel hingewiesen.

Für Freiflächenanlagen gibt es keine festen Fördersätze mehr. © Mühlhausen/landpixel
"Der Umsatz der Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Photovoltaik in Deutschland sank im zweiten Quartal 2012 um 50 Prozent (%) gegenüber dem Vorjahresquartal", berichtete der Vorstandsvorsitzende von VDMA Photovoltaik-Produktions- mittel, Dr. Peter Fath, vergangene Woche in Frankfurt am Main zum Auftakt der 27. European Photovoltaic Solar Energy Conference.
 
Angesichts enormer Überkapazitäten hätten Wafer-, Zell- und Modulhersteller ihre Investitionsbereitschaft heruntergefahren. Im Vergleich mit seinen internationalen Marktbegleitern brauche sich der deutsche Photovoltaik-Maschinenbau allerdings nicht zu verstecken. Mit einem Weltmarktanteil von aktuell knapp 57 % hätten deutsche Unternehmen ihre Wettbewerbsposition in den vergangenen Jahren konsequent ausgebaut.

Deutsche PV-Zulieferer machen ihre Hauptumsätze in Fernost

Einen "Löwenanteil" ihrer Umsätze erwirtschafteten deutsche Photovoltaik-Zulieferer auf dem asiatischen Markt, stellte Fath fest. Obwohl dies auch im zweiten Quartal der Fall gewesen sei, treffe die rückläufige Umsatzentwicklung in Fernost die Branche besonders hart. So habe die Branche in Asien, bezogen auf den Vorjahreszeitraum, einen Umsatzrückgang von 54 % hinnehmen müssen.

Schwacher asiatischer Markt

"Die Situation bei den Auftragseingängen ergibt ein ähnlich bedenkliches Bild", hob Fath hervor. Lediglich gut 46 % der Auftragseingänge des Vorjahreszeitraumes seien im zweiten Quartal 2012 akquiriert worden. Maßgeblichen Anteil an der negativen Entwicklung der Auftragseingänge habe auch hier die anhaltend schwache Nachfrage asiatischer Kunden.
 

Branchenführer setzen auf Kooperationen

Um die gute Wettbewerbsposition deutscher Photovoltaik-Maschinenbauer zu wahren, setzten hiesige Branchenführer verstärkt auf Kooperationen. "Nur wenn wir die Innovationsgeschwindigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf hohem Niveau beibehalten und damit einhergehend Kosten reduzieren können, werden deutsche Unternehmen auch weiterhin wettbewerbsfähig bleiben", betonte der VDMA-Vorstand.
 

Photovoltaik gewinnt weltweit an Bedeutung

Gemeinsame Vertriebsstrukturen und Einkaufsprozesse sowie konsequente Entwicklungssynergien könnten dazu in erheblichem Maße beitragen. Ungeachtet der aktuellen Probleme könne man aber zuversichtlich auf die Zukunftsperspektiven des Photovoltaik-Maschinenbaus in Deutschland blicken, so Fath. Die Photovoltaik habe sich als tragende Säule in einem modernen Energiemix etabliert. Das gelte nicht nur für Deutschland, sondern auch für immer mehr Nationen weltweit.
 
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