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Biomasse

US-Bioethanolexporte in die EU sollen auf den Prüfstand

von , am
29.08.2012

Bern - Die Europäische Kommission droht den USA mit der Einführung von Strafzöllen auf Bioethanol-importe, sollte Washington die massive Subventionierung des Sprits wieder aufnehmen.

Die Treibhausgasquote ab 2015 wird die Wettbewerbsfähigket des Biokraftstoffs bestimmen. © Mühlhausen/landpixel
In einem EU-Amtsblatt wurde vor kurzem eine Verordnung veröffentlicht, welche die Überwachung der Bioethanol-Importe aus den USA durch zollamtliche Erfassungen vorsieht.
 
Die Maßnahme bildet die Grundlage für eine eventuelle Einführung von Strafzöllen im Falle von Agrotreibstoff-Importen aus den USA, mit welchen die Europäische Kommission zurzeit den Vereinigten Staaten droht.

"Antisubventions-Maßnahme"

Sollte Washington die massive Subventionierung des Biosprits wieder aufnehmen, möchte die EU mithilfe der Strafzölle eine Antisubventions-Maßnahme einleiten. Grund dafür ist die Befürchtung, die aufgrund der Subventionierungen ansteigende Biotreibstoff-Produktion in den USA würde zu vermehrten Importen und damit zu einer Beeinträchtigung des europäischen Marktes für Agrotreibstoffe führen.

Entscheidung steht bevor

Die Europäische Kommission gibt an, zurzeit keine vorläufigen Strafzölle erheben zu wollen, da die wichtigste US-Subvention derzeit ausgesetzt sei. Es lägen jedoch Hinweise vor, dass die Vereinigten Staaten die Subventionen in den folgenden Monaten wieder einführen könnten. Der Ministerrat entscheidet in den nächsten Monaten deshalb darüber, ob permanente Strafzölle für Biosprit aus den USA eingeführt werden sollen oder nicht.
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