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Ökostrom

Veganer Strom: Das steckt dahinter

Solaranlage
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Nicolette Emmerich, agrarheute
am
24.04.2018

Vegawatt bezeichnet sich als erster Anbieter von veganen Strom- und Gastarifen. Die Verbraucherzentrale hält nichts von dem Konzept.

Der vegane Strom stammt zu 100 Prozent aus Solarenergie. Anders als bei Wind- und Wasserkraftwerken ist der Solarstrom frei von Vogelschlag und Fischverlusten. Dies teilt Vegawatt, das zum städtischen Unternehmen TWL Energie aus Ludwigshafen gehört, mit. "Wir haben stark in erneuerbare Energien investiert, unter anderem in Solaranlagen und Blockheizkraftwerke. Unser Grünstromanteil beträgt derzeit 51 Prozent", so der Mutterkonzern. Das vegane Gas besteht zu 100 Prozent aus Biogas. Dieses wird aus Zuckerrübenschnitzeln erzeugt und ist damit frei von tierischen Rohstoffen.

Wind- und Wasserkraftanlagen sind unverzichtbar

Udo Sieverding, Energieexperte von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hält hingegen von veganem Strom gar nichts. "Energiewirtschaftlich ergibt das keinen Sinn, Wind- und Wasserkraftstrom zu verteufeln. Den brauchen wir, wenn wir aus Atom- und Kohlestrom aussteigen wollen. Natürlich müssen Eingriffe in Flora und Fauna dabei minimiert werden, aber für eine Energiewende mit 100 Prozent Erneuerbaren sind sie unverzichtbar."

Auch für den Verbraucher von veganen Stromtarifen sieht Sieverding keinen Vorteil: "Ein Ausbauimpuls ist damit keinesfalls automatisch verbunden. Wer einen Beitrag für die persönliche Energiewende leisten möchte und kein eigenes Dach aber einen Balkon hat, der sollte über den Kauf eines Balkonsolarmoduls nachdenken und seinen eigenen Strom damit erzeugen."

Mit Material von Vegawatt, Verbraucherzentrale

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