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Solar

Vergütung für Freiflächenanlagen sinkt unter zehn Cent

© Michel Angelo/fotolia
von , am
11.07.2013

Berlin - Die durch neue PV-Anlagen entstehenden Kosten haben sich seit 2010 um rund 85 Prozent reduziert. Im Herbst wird die Vergütung für Freiflächenanlagen erstmals unter zehn Cent absinken.

Für Freiflächenanlagen gibt es keine festen Fördersätze mehr. © Mühlhausen/landpixel
Im Juni 2012 haben Bundestag und Bundesrat die Reform der Photovoltaik-Förderung verabschiedet. Ein Jahr später zieht Bundesumweltminister Peter Altmaier eine positive Bilanz: "Die Reform wirkt. Der Ausbau der Photovoltaik (PV) ist jetzt auf einem nachhaltigen Kurs". Die Vergütungssätze für PV wurden in den letzten Jahren drastisch um zwei Drittel abgesenkt (allein 2012 um bis zu 30 Prozent). Derzeit betragen die Vergütungssätze für Kleinanlagen 15,07 Cent und für Freiflächenanlagen 10,44 Cent. Im Herbst wird die Vergütung für Freiflächenanlagen erstmals unter zehn Cent absinken.

Kostensenkung um 85 Prozent

Die durch neue Anlagen entstehenden Kosten haben sich damit seit 2010 um rund 85 Prozent reduziert. Während die im Jahr 2010 installierten Anlagen EEG-Differenzkosten von rund 2,2 Milliarden Euro verursachten, werden die in diesem Jahr installierten Anlagen lediglich rund 300 Millionen Euro verursachen.
Durch die Kostendegression wurde nicht nur die zuletzt außer Kontrolle geratene Ausbaudynamik gebremst, sondern zudem die Struktur des Ausbaus verändert: Neue Anlagen werden zunehmend zum Zwecke des Eigenverbrauchs von Strom installiert, was die Differenzkosten für die EEG-Umlage weiter senkt. Der Neuausbau von PV sei damit nicht länger ein Kostentreiber für den Anstieg der EEG-Umlage. Der Effekt des Neuzubaus wird im Jahre 2013 voraussichtlich unter 0,1 Cent pro Kilowattstunde liegen.

Ausbau auf vorgesehenem Pfad zurück

Nach drei Jahren mit Rekord-Ausbauzahlen von jeweils über 7.000 Megawatt (MW) sei der Ausbau in diesem Jahr erstmals wieder auf den vorgesehenen Pfad von 2.500 bis 3.500 MW zurück. Derzeit werden monatlich circa 300 bis 350 MW neu zugebaut, bis Ende Juni lag der Zubau für 2013 bei insgesamt 1.800 MW.
Derzeit sind in Deutschland 34 GW PV installiert. Die Förderung für neue Anlagen läuft bei Erreichen von 52 GW aus, so dass davon auszugehen ist, dass die PV ab 2017/2018 ganz ohne EEG-Einspeisevergütungen marktfähig sein wird.

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