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Biogas

Weltpremiere: Bioerdgasanlage zur Nutzung von Hopfenreststoffen

von , am
20.09.2012

Wolnzach/Oberlauterbach - Schmack Biogas hat die weltweit erste Bioerdgasanlage, die überwiegend mit Reststoffen aus dem Hopfenanbau betrieben wird, in Betrieb genommen.

Der Bedarf an Hopfen könnte die Produktion im aktuellen Braujahr übersteigen. © bem
Die Anlage steht im bayerischen Wolnzach-Oberlauterbach. Wie das Tochterunternehmen der Viessmann Group mitteilt, verfügt die Anlage über eine Leistung von 11,5 MWGas. Als Substrat dienten Rebenhäcksel, die bei der Hopfenernte anfallen. Diese könnten im Gegensatz zu den Hopfendolden nicht zum Bierbrauen genutzt werden, erläuterte Schmack Biogas. Ein geringer Anteil an Mais- und Graspflanzensilage ergänze das Substrat.

170 Landwirte liefern Substrat

Geliefert werde das Substrat von 170 Landwirten aus der Hallertau, dem größten Hopfenanbaugebiet Europas. Nach der energetischen Verwertung in der Biogasanlage stehe das Substrat als hochwertiger, geruchsarmer Dünger zur Verfügung. Bereits 2013 solle ein Drittel des in der Hallertau anfallenden Häckselgutes für die Biogasproduktion genutzt werden.
 
Die Anlage besteht aus drei Fermentern mit einem Gesamtvolumen von rund 6.000 cbm sowie vier Rundfermentern. Diese Anlagentechnologie sei speziell für den Einsatz von strukturreichem Material, zum Beispiel Hopfen, entwickelt worden, so Schmack. Damit könnten aber auch größere Mengen an Gras, ein breites Spektrum an Pflanzen oder landwirtschaftliche Reststoffe problemlos verarbeitet werden.
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