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Erneuerbare Energien

Zu wenig Stromleitungen: Tennet meldet Rekordkosten für Noteingriffe

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Anke Fritz, agrarheute
am
02.01.2018

Tennet beziffert seine Zahlungen für Noteingriffe wegen fehlender Stromleitungen auf fast eine Milliarde Euro in 2017.

Der große Stromnetzbetreiber Tennet, dessen Netzgebiet in der Mitte Deutschlands von Schleswig-Holstein bis zum Süden Bayerns reicht, musste 2017 fast eine Milliarde Euro für Noteingriffe ins Netz zahlen. Das teilte Tennet am Montag auf der Grundlage vorläufiger Zahlen mit.
 

Kosten für Noteingriffe sind stark gestiegen

Die Eingriffskosten lagen 2015 noch deutlich niedriger bei 710 Millionen Euro, im windschwachen Jahr 2016 sogar nur bei 660 Millionen Euro. Die Kosten werden über die sogenannten Netzentgelte auf den Strompreis umgelegt.

Noteingriffe werden nötig, wenn Stromleitungen fehlen, um vor allem Windstrom von Norden nach Süden zu bringen. Im stürmischen Herbst und Winter müssen im Norden dann immer wieder Gas- und Kohlekraftwerke heruntergefahren oder Windparks gegen Kostenerstattung abgeschaltet werden, weil sonst mehr Strom produziert würde als die Netze aufnehmen können. Damit im Süden dennoch nicht die Lichter ausgehen, müssen dort zugleich konventionelle Reservekraftwerke hochgefahren werden. Oft kommt die Netzreserve auch aus Österreich. Auch dafür müssen die Netzbetreiber Entschädigung zahlen.

 

Aufbau einer Windkraftanlage in Bildern

Aufbau Windrad Siemens
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Aufbau eines Siemens-Windrades
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Aufbau einer Siemens-Windkraftanlage
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