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Wind

Windkraft im Wald - (k)ein Tabu

von , am
20.09.2011

Das Thema Windenergie im Wald erhitzt die Gemüter. Denn bislang galt der Wald in zahlreichen Bundesländern als absolute Tabufläche - so auch in Niedersachsen.

Bundesländer sollen den Mindestabstand zwischen Wohnbebauung und Windrad künftig selbst festlegen können. © Greuner
In Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz sind erste Projekte verwirklicht und auch in Niedersachsen setzt ein vorsichtiges Umdenken ein. Die Novelle des Landes-Raumordnungsprogramms Niedersachsen, die 2012 in Kraft treten soll, rückt den Wald in den Fokus von Vorhabenträgern und Projektierern. Zwar soll der Wald laut dem Entwurf wegen seiner vielfältigen Funktionen, insbesondere wegen seiner klimaökologischen Bedeutung grundsätzlich nicht für die Nutzung von Windenergie herangezogen werden. Allerdings können Flächen innerhalb des Waldes dann in Anspruch genommen werden, wenn weitere Flächenpotenziale weder für neue Vorrang- noch für neue Eignungsgebiete im Offenland zur Verfügung stehen und es sich um mit technischen Einrichtungen oder Bauten vorbelastete Flächen, zum Beispiel ehemalige Truppenübungsplätze, handelt.
 
Durch diese Vorgaben wird eine Inanspruchnahme von Waldflächen also nicht von vornherein ausgeschlossen. Die zur Verfügung stehenden und für Windenergieanlagen nutzbaren Flächen werden jedoch erheblich eingeschränkt. Während in technischer Hinsicht nichts gegen die Errichtung von Windenergieanlagen im Wald einzuwenden ist, stellen sich aus juristischer Sicht - neben den planungsrechtlichen Vorgaben - zahlreiche weitere Problemfragen, so zum Artenschutz- und Waldrecht sowie zur Genehmigungsart.
 
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