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Spezielles

Woche der Sonne: Startschuss gefallen

von , am
26.04.2013

Die Aktionswoche unter dem Motto 'Deine Energiewende' bietet bundesweit auf informative und erlebnisorientierte Weise Anwendungsmöglichkeiten der Solarenergie.

In der Südhälfte sowie im Norden werden bei sonnig heißem Wetter heute keine Gewitter erwartet. © Rainer Sturm
Von heute an bis zum 5. Mai findet bundesweit die  "Woche der Sonne" statt. In diesen sieben Tagen werden 1.000 Veranstalter in ganz Deutschland etwa 3.800 Veranstaltungen zu den Themen Solarstrom, Solarwärme und Holzpellets durchführen.
Veranstalter sind zum Beispiel Handwerksbetriebe, Kommunen, Verbraucherzentralen, Energieberater, Schulen und Vereine.



"Deine Energiewende"
 
Sie bieten ein vielfältiges Programm: Vortragsreihen zu Solar und Pellets, Erlebnisausflüge zu Projekt-Beispielen mit Erneuerbaren Energien, Besichtigungen von Solaranlagen, Probefahrten mit Solarmobilen, bunte Solarfeste in Städten und Gemeinden sowie viele weitere Aktionen. Seit 2007 gibt es die Woche der Sonne, thematischer Schwerpunkt der unter dem Motto „Deine Energiewende“ stehenden Aktionswoche ist in diesem Jahr die Energiespeicherung.
 

Befragung: Bürger fordern schnelle Energiewende


Berlin - Mehr als jedem Zweiten geht es bei der Umsetzung der Energiewende zu langsam. Das ergab eine Bürger-Umfrage. Der Bundesverband Solarwirtschaft stellte die Ergebnisse vor.


Energiewende vor der Wahl - was erwarten die Bürger von der Politik. Unter dieser Überschrift hatten der Bundesverband Solarwirtschaft BSW und der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband DEPV am 25. April zu einer Pressekonferenz in Berlin geladen. Dabei wurde eine Bürger-Befragung zur Einstellung zur Energiewende und Investitionsbereitschaft in Erneuerbare Energien vorgestellt und auf den Beginn der bundesweiten Woche der Sonne aufmerksam gemacht.

Wollen die Bürger eine Energiewende?

Was denken die Bürger über die Umsetzung der Energiewende? Wie wichtig finden sie die konsequente Abkehr von fossiler und nuklearer Energieversorgung? Wie schnell soll die Energiewende umgesetzt werden? Sind die Bürger bereit, sich selbst für die Energiewende zu engagieren und in Erneuerbare Energien zu investieren? Was erwarten sie von der Politik? Antworten auf diese Fragen gibt eine Umfage des Meinungsforschungsinstitutes infratest/ dimap, die im März unter 1.000 Bundesbürgern stattgefunden hat. Jürgen Hofrichter (Bereichsleiter Meinungs- und Wahlforschung infratest/dimap) stellte die Ergebnisse vor.

Verlässliche Rahmenbedingungen gefordert

Fast auf den Tag genau 27 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl und zwei Jahre nach Fukushima zeigt sich der ungebrochene Wille der Deutschen nach einer schnellen und konsequenten Energiewende. Und zwar wirklich schnell: Mehr als jedem Zweiten geht es bei der Umsetzung der Energiewende zu langsam. Auffällig ist auch das große Interesse an Eigenbeteiligung, vor allem unter den befragten Hausbesitzern. 76 Prozent der Deutschen möchten sich selbst für die Energiewende engagieren, bei den Hausbesitzern sogar 81 Prozent. Die Befragten machten aber auch deutlich, was sie von der Politik verlangen: nämlich verlässliche Rahmenbedingungen und eine gerechte Verteilung der Kosten.

Förderprogramme stehen bereit

Jörg Mayer, Geschäftsführer des Bundesverband Solarwirtschaft, betonte anschließend: "Die Bürger wollen die Energiewende selbst vorantreiben". Es sei eine Besonderheit Deutschlands, dass vor allem Bürger und Landwirte die Energiewende anfangs vorangetrieben hätten. Im Solarbereich wären bis heute immerhin 1,6 Mio. Solarthermieanlagen und 1,3 Mio. PV-Anlagen entstanden. Inzwischen mit Unterstützung der Politik: "Förderprogramme für alle Technologien stehen bereit, um in Solarstrom, Solarwärme und Pellets zu investieren."

Mehr Eigenverbrauch durch Speicherung

Im privaten Sektor trifft die Speicherung von Solarstrom auf immer größeres Interesse. "Mit einem Speicher kann der Eigenverbrauch gesteigert und der Strombezug bis zu 60 Prozent reduziert werden", erläuterte Mayer, "so wird die Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen erhöht und gleichzeitig die Umwelt geschont"“ Schließlich hatte auch die infratest/dimap-Umfrage ergeben, dass die Speichertechnologie sich unter Hausbesitzern großer Beliebtheit erfreut. Immerhin fast jeder zweite Hausbesitzer gab an, dass er sich eine Investition in Solarstromspeicher vorstellen könnte.
 

Neue Förderung für Speicher

Catrin Hahn / Redakteurin Joule
Nun macht ein neues Förderprogramm der Bundesregierung die Investition in einen Solarstromspeicher zusätzlich attraktiv. Ab 1. Mai werden Speicher für Anlagen bis 30 kWp, die nach dem 1. Januar 2013 errichtet wurden, mit bis zu 660 Euro pro Kilowattpeak Solarstromleistung gefördert. Durch die Förderung soll etwa ein Drittel der Speicherkosten abgedeckt werden. Das Förderprogramm ist auf 25 Millionen Euro begrenzt. Auch für die Kombination Solarthermie und Holzpellets gibt es eine neue staatliche Förderung. Seit 1. März fördert die KfW Bankengruppe die Anschaffung einer Sonnen- heizung mit einem neuen Kredit-Programm, aus dem bis zu 50.000 Euro zu attraktiven Konditionen für die umweltfreundliche Umrüstung der Heizung bereitgestellt werden.
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