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Erneuerbare Energien

Zehn Fakten zur Solarstromgewinnung

Solarenergie-PV-Anlage-Photovoltaik-Solarzelle
am
03.09.2018
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Strom aus Photovolthaik spielt in Deutschland eine immer wichtigere Rolle in der Energiezukunft. Lesen Sie 10 Fakten rund um die PV-Anlage.

1. Erreichen wir unser jährliches Zubauziel?

Nein. Im Jahr 2017 wurden in Deutschland 1,75 GW neue PV-Kraftwerkskapazität bei der Bundesnetzagentur gemeldet (Stand 31.1.2018), das sind knapp 2% des weltweiten Zubaus. Die Bundesregierung hat im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2014 und 2017 einen jährlichen PV-Zubau von 2,5 GW als Ziel festgelegt [EEG]. Der Koalitionsvertrag vom März 2018 sieht vor, den Anteil Erneuerbarer Energien (EE) bis 2030 auf 65 Prozent des Bruttostromverbrauchs anzuheben. Dazu ist ein stetiger jährlicher PV-Zubau von ca. 5 GW notwendig.

2. Wird PV-Strom subventioniert?

Nein, die Förderung erfolgt über eine Umlage, die zum Teil auch für selbst hergestellten und verbrauchten PV-Strom erhoben wird.

3. Kann eine neue PV-Anlage gute Renditen bringen?

Ja. Grundsätzlich können neu errichtete PV-Anlagen sowohl durch Einspeisung von Strom in das Netz als auch durch Eigenverbrauch Erträge bringen. Obwohl der Gesetzgeber beide Geschäftsmodelle durch ein Bündel von Maßnahmen beschneidet, sind aufgrund der stark gesunkenen Preise für PV-Module gute Renditen möglich. Dies gilt auch für PV-Anlagen ohne oder mit nur geringem Eigenverbrauch.

4. Was ist eine EEG-Umlage?

Die Differenz zwischen Vergütungszahlungen und Verkaufserlösen für EE-Strom, ergänzt um weitere Positionen, werden über die EEG-Umlage ausgeglichen. Die Umlage tragen jene Stromverbraucher, die sich nicht befreien lassen können. Für das Jahr 2018 wurde die EEG-Umlage auf 6,792 ct/kWh festgelegt.

5. Verbrauchen PV-Kraftwerke exzessiv Flächen?

Nein. Die in Deutschland installierten PV-Module mit einer Nennleistung von insgesamt 43 GW ergeben bei Annahme eines mittleren Wirkungsgrades von 14% im heutigen Bestand zusammen eine reine Modulfläche von knapp 300 km2. Ein Teil dieser Module belegt Freiflächen, der Rest ist auf Dächern montiert.

6. Konkurriert der PV-Zubau mit der Nahrungsmittelproduktion?

Nein. Die großflächige PV-Installation auf Ackerflächen wird seit Juli 2010 nicht mehr über das EEG gefördert und kam damit zum Erliegen. Ein Ausbau im Freiland erfolgt derzeit nur noch auf bestimmten Konversionsflächen, minderwertigen Flächen oder in unmittelbarer Nähe zu Autobahnen und Schienenwegen. Es gibt kein Ausbauszenario, das eine nennenswerte Belegung von Ackerflächen durch PV vorsieht.

7. Arbeiten PV-Anlagen in Deutschland effizient?

Der nominelle Wirkungsgrad von kommerziellen waferbasierten PVModulen (d.h. Module mit Solarzellen auf Basis von Siliciumscheiben) aus neuer Produktion stieg in den letzten Jahren um ca. 0,3%-Punkte pro Jahr auf Mittelwerte von knapp 17% und Spitzenwerte von über 20%. Pro Quadratmeter Modul erbringen sie damit eine Nennleistung von 170 W, Spitzenmodule bis über 200 W.

8. Arbeiten PV-Anlagen selten unter Volllast?

Ja. Aufgrund der Einstrahlungsbedingungen arbeiten PV-Anlagen nur etwas weniger als die Hälfte der insgesamt 8760 Jahresstunden, und dann auch meistens in Teillast. Die Übertragungsnetzbetreiber gehen in ihrem Trendszenario im Mittel von ca. 980 Vollbenutzungsstunden für PV-Freiflächen-Anlagen in Deutschland aus, bei Dachanlagen von 892 Stunden.

9. Verschmutzen PV-Module?

Ja, aber die allermeisten Anlagen in Deutschland reinigt der nächste Regen wieder, so dass Schmutz praktisch keine Ertragseinbußen bewirkt. Problematisch sind Module mit sehr flachem Aufstellwinkel, naher Laubabwurf oder nahe Staubquellen.

10. Erhöhen PV-Anlagen das Brandrisiko?

Ja, das können sie wie alle elektrischen Anlagen. Bestimmte Defekte in stromleitenden Komponenten einer PV-Anlage können zur Ausbildung von Lichtbögen führen. Befindet sich brennbares Material in unmittelbarer Nähe, beispielsweise Dachpappe oder Holz, kann es dann je nach seiner Entzündlichkeit zu einem Brand kommen.

Mit Material von Frauenhofer-Institut

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