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Agrarpolitik

Alle Mitgliedstaaten außer Deutschland nutzen gekoppelte Beihilfen

von , am
04.02.2015

Deutschland ist der einzige EU-Mitgliedstaat, der im Rahmen der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) auf freiwillige gekoppelte Direktbeihilfen für einzelne Produkte verzichtet.

Das geht aus einer aktuellen Zusammenstellung der Europäischen Kommission hervor. Über alle Produktionsbereiche hinweg geben die EU-Länder jährlich insgesamt rund 4 Mrd. € für solche Prämien aus.
 
Der Löwenanteil fließt in die Rinderhaltung. Allein etwa 1,7 Mrd. € sind für die extensive Rindfleischerzeugung vorgesehen, weitere 0,8 Mrd. € für die Milchproduktion; davon machen 24 beziehungsweise 18 Mitgliedstaaten Gebrauch. Die Hälfte der Mitgliedstaaten wendet 11 % bis 15 % ihres Direktzahlungsbudgets für gekoppelte Zahlungen auf. 7 nutzen weniger als 5 %, darunter die Niederlande mit 0,5 %, Österreich mit 2,1 % und Dänemark mit 2,8 %. Belgien, Finnland und Portugal würden die Obergrenze von 15 % gerne noch um 2 bis 6% überschreiten, dies muss von der Kommission genehmigt werden. In Malta liegt der Anteil der gekoppelten Hilfen bei 57 %, was auf eine Sonderregelung im Rahmen seines EU-Beitritts zurückgeht. © AgE / Foto: GrumI (Fotolia.com)
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