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Agrarpolitik

Einhelliges Votum gegen das Klonen von Nutztieren

von , am
27.05.2015

Fraktionsübergreifend hat sich der Deutsche Bundestag einstimmig gegen das Klonen von Nutztieren ausgesprochen.

In einem gemeinsamen Antrag von CDU/CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen mit dem Titel "Klontiere und deren Fleisch kennzeichnen – Für mehr Tier- und Verbraucherschutz" wird die Bundesregierung aufgefordert, ein dauerhaftes Verbot auf EU-Ebene durchzusetzen. Das Verbot soll auch die Nahrungsmittelproduktion sowie den Import geklonter Tiere und deren Fleisch nach Europa einschließen.

Sollte ein Verbot nicht durchgesetzt werden können, soll sich die Bundesregierung für eine Kennzeichnungspflicht geklonter Tiere und deren Fleisch einsetzen. „Der Verbraucher muss wissen, ob er Fleisch von Klontieren isst“, eröffnete Gitta Connemann (CDU/CSU) die Beratung. „Wir brauchen zwingend eine Kennzeichnungspflicht“, sagte sie vor dem Hintergrund der Verhandlungen um das Freihandelsabkommen TTIP der EU mit den Vereinigten Staaten. „Klonfleisch will eigentlich niemand essen“, begründete Connemann die ablehnende Haltung ihrer Fraktion.

Dr. Wilhelm Priesmeier (SPD) betonte, dass die größtmögliche Koalition gegen das Klonen gebildet werden muss. Er befürchtete, dass durch die Technologie der ohnehin geringe Grad genetischer Vielfalt in der Rinderzucht weiter eingeschränkt werde. Den Nutzen des Klonens stellte er in Frage, weil außerordentliche Leistungssteigerungen in der Milchwirtschaft bereits konventionell erreicht worden wären. © Text: Bundestag.de / Foto: Spectral Design (Fotolia.com)
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