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Agrarpolitik

Landwirtschaft will Beitrag beim Klima- und Umweltschutz leisten

AgE
am
04.07.2016

Der Beitrag der Landwirtschaft beim Klima- und Umweltschutz ist bei der Woche der Umwelt 2016 in Berlin deutlich geworden.

Die Umweltschau war von Bundespräsident Joachim Gauck und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) im Park von Schloss Bellevue ausgerichtet worden.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt kritisierte auf der Veranstaltung den anhaltend hohen Flächenverbrauch. Er bedauerte, dass die Flächenkompensationsverordnung nicht vorankomme, sodass es weiter zu einer „Addition der Verknappung“ komme. Man mache sich zu wenig Gedanken über die Qualität der Nutzung bei Kompensationsmaßnahmen. Das ursprüngliche Ziel „etwas auszugleichen“ finde nicht statt.

Nicht nur bei den Nutzungsplänen, sondern auch beim Verkauf von Flächen wünscht sich Schmidt mehr Achtsamkeit. Mit den Regeln zur Veräußerung könne man politisch gestalten. Der Minister warnte davor, dass diejenigen im Bieterverfahren den Zuschlag bekämen, „die die Landwirtschaft nicht mittelfristig im Blick haben“. Schmidt kündigte an, sich über die Zukunft der Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft (BVVG) mit Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble auszutauschen.

An die vielen Faktoren, die zur Preisbildung beim Boden beitrügen, erinnerte der Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), Carl-Albrecht Bartmer. Er betonte, dass es im Eigeninteresse des Landwirts liege, sorgsam mit dem Boden umzugehen. Skeptisch äußerte sich Bartmer zu den Vorschlägen nach einer flächendeckend extensiveren Futtermittel- und Milchproduktion. Diese hätte einen höheren Flächenbedarf zur Folge.

Foto Startseite: siegi (Fotolia.com)

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