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Milchwirtschaft

Niederlande wollen Milchproduktion durch Phosphatquote deckeln

von , am
14.08.2015

In den Niederlanden könnte die Milchproduktionsmenge bald durch eine Obergrenze für die Phosphatemissionen der Betriebe eingeschränkt werden.

Die rasche Einführung einer solchen Quote hat die für Landwirtschaft zuständige Staatssekretärin Sharon Dijksma dem Parlament in Den Haag vorgeschlagen. Sie reagiert damit auf die vorläufige Schätzung des niederländischen Statistikamtes (CBS) zum gesamten Phosphataufkommen aus der heimischen Tierproduktion, das für 2014 nur knapp unter der von der EU vorgegebenen Obergrenze liegen würde.
 
Eine Überschreitung dieser Linie würde mit Blick auf die Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie den weiteren Bestand von Vergünstigungen für die Niederlande gefährden.
 
Vom gesamten Phosphataufkommen entfielen den Statistikern zufolge mehr als die Hälfte auf den Milchsektor. Laut Dijksma wären die Bestände in den Milchviehbetrieben infolge der Abschaffung der Milchquote in der ersten Hälfte des laufenden Jahres aufgestockt worden.
 
Um diese Entwicklung zu stoppen und Sanktionen der EU-Kommission mit Blick auf die Ausnahmeregelung für die Niederlande bei der Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie zu vermeiden, will die Staatsekretärin nun den Phosphatausstoß der Milchbranche gesetzlich deckeln.
 
Die im Rahmen der Selbstverpflichtung festgelegte Obergrenze von 84,9 Mio. kg Phosphat soll ab 2016 als nationale Quote rechtlich verbindlich werden. Außerdem will sie einzelbetriebliche Phosphatquoten und handelbare Emissionsrechte einführen. © Text: AgE / Foto: Huebi (Fotolia.com)
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