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Milchwirtschaft

Zuwachs der Milcherzeugung findet vornehmlich außerhalb Europas statt

von , am
11.09.2015

Der sich weltweit abschwächende Anstieg der Milcherzeugung macht deutlich, dass die Erzeuger aufgrund des gesunkenen Preisniveaus bereits mit einer weniger intensiven Produktion reagieren, wie der Deutsche Bauernverband e.V. (DBV) mitteilt.

So ist nach Angaben der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung GmbH (ZMB) im ersten Halbjahr 2015 die weltweite Milcherzeugung im Vergleich zum Vorjahr spürbar weniger gewachsen. In den wichtigsten Exportländern der Welt seien im ersten Halbjahr 2015 immer noch 1,5 Mio. t Milch mehr als im Vorjahr produziert worden, wobei der Zuwachs im Wesentlichen aus Erzeugungsregionen in Drittländern gekommen sei.
 
Gerade der starke Milchmengenzuwachs außerhalb Europas zeige, dass eine einseitige Begrenzung oder Reduzierung der europäischen oder deutschen Milcherzeugung ohne wesentlichen Preiseffekt für die deutschen Milcherzeuger bleiben dürfte. Eine marktpolitisch verordnete Produktionsbeschränkung sei daher ohne Erfolgsaussicht.
 
Vor einem Jahr betrug das weltweite Wachstum nach ZMB-Angaben noch 5,9 Mio. t. Dies ist aus Sicht des DBV ein klares Indiz dafür, dass weniger das Auslaufen der Milchquote, sondern in erster Linie die höheren Milcherzeugerpreise des Jahres 2014 die Erzeugung forciert haben. Der Blick auf die größten Milcherzeugerländer der Europäischen Union bestätigt dies: Die EU-Länder hatten im ersten Halbjahr dieses Jahres ihre Milchproduktion insgesamt um nur 0,5 % ausgeweitet. Deutschland und Frankreich blieben im gleichen Zeitraum als europäische Haupterzeugerländer sogar hinter ihrer Vorjahresmenge zurück (-0,9 %). © Text: DBV / Foto: pixelio.de 
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