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Tierschauen und Vermarktung

1. EUROgenetik-Schau in Ried

von , am
14.09.2015

Schon ein kurzer Rundgang durch die Stallungen des Fleckviehzuchtverbandes Inn- und Hausruckviertel (FIH) am Volksfestplatz in Ried im Innkreis offenbarte: Bei der ersten EUROgenetik Tierschau im Rahmen der Rieder Messe sind jede Menge Topkühe am Start.

Die EUROgenetik ist ein Zusammenschluss von sieben Besamungsorganisationen aus Deutschland und Österreich. Erstmals wurde gemeinsam mit den Zuchtverbänden über diesen Verbund hinweg eine Fleckviehschau organisiert. Insgesamt 24 Kühe aus Bayern und drei aus Hessen traten in allen Klassen gemeinsam mit Kühen aus Oberösterreich, Kärnten und Tirol vor den Preisrichter Ernst Grabner aus Niederösterreich. Auch wenn sich zu Beginn des Preisrichtens zunächst etwas Ernüchterung im deutschen Team breit machte, sollte sich doch im Laufe der Schau herausstellen, dass die zum Teil weit angereisten deutschen Teilnehmer durchaus ein Wörtchen bei den vorderen Platzierungen mitzureden hatten.

Bei den Erstkalbskühen holte sich die Orbit-Tochter (MV: Mangope) Marylin von der Böhm GbR aus Oppertshofen im Verbandsgebiet Wertingen in einer sehr starken Gruppe den zweiten Platz und am Ende auch den Reservesieg aller Erstlingskühe hinter einer enorm starken Wille-Tochter (MV: Morror) aus Tirol. Die beiden Kühe präsentierten sich nahezu gleichwertig und nur Nuancen entscheiden über die Platzierung.

Die Malint-Tochter Almena von Reinhard Scherzer aus Paternion/Kärntnerrind siegte bei den Stiermüttern vor der Strellas-Tochter Maxi von Margit und Franz Steinmann aus Diersbach/FIH.

So richtig spannend wurde es noch mal bei den Dauerleistungskühen. Hier wurde vom Wertinger Verband die bekannte und schauerprobte Engadin-Tochter Lie von der Familie Landwehr aus Neu-Ulm ins Rennen geschickt. Lie, die mit ihren neun Abkalbungen noch extrem frisch und unverbraucht wirkt und über ein extrem kompaktes, gut eingebautes Euter verfügt, sicherte sich zunächst den Gruppensieg und wurde am Ende verdient Gesamtsiegerin der Dauerleistungskühe. Der Reservesieg ging hier an die Rainer-Tochter Sommer von Andrea und Markus Wild aus Rohrbach-Berg/RZO.

Einen Erfolg der besonderen Art konnten auch die Familien Busch aus Hechlingen und Wagner aus Thalmässing, beide vom Rinderzuchtverband Franken entsandt, verbuchen. Mit ihren Jungkühen Milena Pp (GS Rave x Zwirbel) und Mogli Pp (Wolkenlos PS x Romtell) belegten sie die Plätze 1 und 2 in der Gruppe der genetisch hornlosen Kühe.

„Ohne die Unterstützung aus Bayern, wäre es hier nicht möglich gewesen, eine hornlose Gruppe von dieser Qualität auszustellen, erklärte am Ende der Geschäftsführer des FIH Dr. Josef Miesenberger und bedankte sich für die Vorreiterrolle, die die bayerischen Züchter hier übernommen haben.

Der Gesamtsieg bei den Stieren ging an den GS Vandor-Sohn Vandal von Reinhard Prammer aus Neumarktund den Reservesieg sicherte sich der Wille-Sohn Wikinger von Maria und Josef Kimberger aus St. Ulrich. Bei den Nachzuchtsammlungen wurden Töchter von den Stieren Vulkan und Mandarin gezeigt. Zebra (V: Mandarin) von Marion und Johann Wenzel aus Eschenau im Hausruckkreis sicherte sich den Gesamtsieg vor der Vulkan-Tochter Solana von Ewald Leitner aus Haibach im Muehlkreis. © Ariane Haubner
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