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Tiervermarktung

Auktion Hartberg/Stmk: Hohes Preisniveau in allen Kategorien

von , am
04.09.2017

Auf der Zuchtrinderversteigerung am 21. August 2017 in der steirischen Greinbachhalle wurden über 160 Zuchtrinder zum Verkauf angeboten. Die aktuell positiven Signale am Milchmarkt mit steigenden Auszahlungspreisen sorgten für eine positive Grundstimmung unter den zahlreich anwesenden Landwirten.

Die Kategorien der weiblichen Jungtiere waren zahlenmäßig sehr gut beschickt. Tiere mit aktuellen Vätern und hohen Mutterleistungen waren von den anwesenden Viehhandelspartnern für den Exportankauf ebenso begehrt wie von den Jungviehaufzuchtbetrieben, die aus Nieder- und Oberösterreich diesmal besonders stark vertreten waren. Mehrere Kuhkälber erreichten Zuschlagspreise jenseits der 800 € netto Marke.

Auch die mehr als 50 Jungkalbinnen fanden starke Nachfrage vor. Jede vierte versteigerte Jungkalbin brachte es auf einen Zuschlagspreis von über 1000 €. Gefragteste Kalbin war eine Herz-mal-Waldfeuer-Tochter aus dem Zuchtbetrieb von Johannes Müller in Vorau, die zum Tageshöchstpreis der Kategorie in die LFS nach Hatzendorf wechselte.

Die Abteilung der laktierenden Tiere war der Jahreszeit entsprechend knapper beschickt. Die für den Standort Greinbach bekannt leistungsstarken Jungkühe wiesen hohe Tagesmilchmengen auf und waren von bäuerlichen Käufern gut nachgefragt. Das Angebot konnte flüssig – gespickt mit Preisspitzen – vermarktet werden. Auch slowenische Züchter machten wiederum vom qualitativ guten Angebot der Kühe Gebrauch.

Die beiden Spitzenkühe waren eine leistungsstarke Watt-Tochter aus der Zucht von Hubert Brunnhofer/Gasen  und eine züchterisch wertvolle Jungkuhe mit aktuellster Genetik (GS Zürich x Raffzahn), angeboten von Engelbert Sitka aus Miesenbach. Die Jungkühe werden in Zukunft in den Ställen von passionierten Fleckviehzüchtern in Niederösterreich und dem Burgenland produzieren.

Kalbinnen

Dem kleinen Angebot an trächtigen Kalbinnen stand eine breite Nachfrage von Kaufinteressenten aus dem benachbarten Kroatien und steirischen Züchtern gegenüber. Trotz der Aufhebung der Isolation der Steiermark für den aktuell wichtigen Exportmarkt Türkei war das Angebot was Belegalter, Trächtigkeit und SBV-Status betrifft, noch nicht für diesen Markt konform. Die ersten Tiere, die die Türkeianforderungen erfüllten, erzielten erfreuliche Zuschlagspreise durch den Handelspartner um die 2200-€-Marke und waren somit die gefragtesten Tiere dieser Kategorie.

Die Ankaufsbeihilfe des Landes Steiermark für den Ankauf von weiblichen Zuchtrindern in der Höhe von 200 € je Zuchttier wirkte sich wiederum auf das Kaufverhalten deutlich stimulierend aus.

Stiere

Das Angebot der Herdebuchstiere war diesmal groß und von hoher Qualität. Die angebotenen Stiere entstammten zum Teil aus sehr erfolgreichen Kuhstämmen der steirischen Fleckviehzucht. Erfreulich war, dass viele Stiere einen Käufer fanden. Leichter Wehrmutstropfen: Trotz hoher Qualität der Stiere fehlten die Spitzengebote. Die gefragtesten Stiere waren zwei Hubraum-Söhne mit tadelloser Entwicklung und hohen genomischen Zuchtwerten.

In den verbliebenen Blauzungensperrgebieten wird die für die Vermarktung notwendige Impfung vom Land Steiermark unterstützt. Landwirte aus den betroffenen Gemeinden sollen bei der Rinderzucht Steiermark die Impfung anmelden.

Die nächsten Zuchtrinderversteigerungen finden am 2. Oktober in Greinbach sowie 9. Oktober in Traboch statt.

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