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Tiervermarktung

Auktion in Ilshofen: Großauftrieb zieht Käuferschaft

Fleckvieh-Jungkuh in Ilshofen
© Dieter Kraft
von , am
05.05.2017

Anlässlich der Zuchtrinder- und Kälberauktion der Rinderunion Baden-Württemberg am 27. April kamen 238 Stück Großvieh sowie 376 Kälber zum Verkauf. Das ideale Marktwetter nutzten viele Landwirte um sich aus dem breiten Angebot mit Tieren für die Bestandsergänzung einzudecken.

Fleckvieh-Jungbulle aus der Auktion in Ilshofen
Topseller des Tages war der sehr harmonische Wertarbeit-Sohn von Familie Schmidt aus Bad Friedrichshall-Kochendorf. © Dieter Kraft

Genau passend zum Weideaustrieb kamen 26, am Vortag auf Sprungverhalten und Spermaqualität untersuchte Jungbullen zum Verkauf. 19 davon konnten für durchschnittlich 1895 € verkauft werden.

An der Spitze rangierte ein Manuap-Sohn aus einer sehr fruchtbaren und leistungsstarken Ermut-Tochter gezogen. Zum Verkauf vorgestellt wurde vom Betrieb Stefan Göggerle aus Rainau-Dalkingen und erlöste 2000 €. Sehr begehrt waren außerdem

  • ein Evra-Sohn aus einer euterstarken Kuhlinie vom Betrieb Kuppler/Schrozberg-Reupoldsrot (2050 €)
  • ein gut typisierter Polarlicht-Sohn von Familie Hagel aus Sulzbach-Laufen-Eisenschmiede (2050 €)
  • ein Hubraum-Sohn mit über 11.300 kg Mutterleistung vom Betrieb Mayer aus Ellwangen-Lindenhof (2150 €) und
  • der Topseller des Tages: ein sehr harmonischer Wertarbeit-Sohn von Familie Schmidt aus Bad Friedrichshall-Kochendorf, der den Tageshöchstpreis von 2500 € erlöste.

2300 € für Spitzenkuh

Fleckvieh-Jungkuh vom Betrieb Goggerle
Unangefochtene Spitzenkuh der Auktion war eine Indess-Tochter von Stefan Göggerle aus Rainau-Dalkingen. © Dieter Kraft

Sehr leistungsstark präsentierten sich die 45 angebotenen Jungkühe. Vor allem in der Spitze standen noch dazu ganz hervorragende Typkühe. Es entwickelte sich von Beginn an eine flotte Auktion, lediglich einige leichtere oder leistungsschwächere Tiere wurden für unter 1300 € verkauft. Im Mittel ergab sich ein Durchschnittspreis von 1484 €.

Unangefochtene Spitzenkuh war eine Indess-Tochter aus einer tiefen Kuhlinie von Stefan Göggerle aus Rainau-Dalkingen. Neben ihrem Gemelk von 33,4 kg Milch überzeugte sie durch enorme Körpertiefe und einem makellosem Euter. Bei 2300 € erhielt ein Züchter aus der Ulmer Region den Zuschlag.

Preislich folgte mit 1820 € eine kapitale Polled-Tochter mit 32,2 kg Milch und Trächtigkeitsgarantie vom Betrieb Hermann aus Blaufelden-Blaubach. Jeweils 1800 € erlösten eine mit bestem Euter und 30,7 kg Milch ausgestattete Windstone-Tochter vom Betrieb Kuppler aus Schrozberg-Reupoldsrot, eine Zaradin-Tochter mit 33 kg Milch vom Betrieb Mayer aus Ellwangen-Lindenhof sowie eine Heiduck-Tochter mit 31,3 kg Milch vom Betrieb Schmidt aus Creglingen-Schön.

Großes Auswahl bei den Jungrindern

Ein Rekordangebot von 163 Jungrindern stand im Anschluss daran zum Verkauf. Dieser gestaltete sich sehr zügig und im Mittel ergab sich ein Durchschnittspreis von 724 € bei einem mittleren Gewicht von 324 kg. Hier konnte der hohe Bedarf nicht vollständig gedeckt werden.

Bei durchschnittlich 75 kg ergab sich bei den 48 Kuhkälbern ein Durchschnittspreis 304 € je Tier. Die 329 Bullenkälber brachten durchschnittlich 84 kg auf die Waage und erlösten 459 € je Tier. Einige überschwere Tiere mit über 120 kg drückten den Kilopreis doch deutlich nach unten.

Die nächsten Auktionen in Ilshofen finden statt jeweils mittwochs

  • 10. Mai (Kälber)
  • 24. Mai (Großvieh und Kälber).
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