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Tiervermarktung

Auktion Weilheim: Leicht steigender Milchpreis belebt den Jungkuhabsatz

Weilheimer Zuchtverbände e. V.
am
07.11.2016

Der Marktverlauf bei den Jungkühen wurde möglicherweise durch den sich am Horizont abzeichnenden Silberstreifen eines anziehenden Milchpreises etwas beflügelt. Auch Dank geringer Auftriebszahlen konnte hier der Durchschnittspreis leicht gesteigert werden.

Bei den Kuhkälbern waren insgesamt nur 24 Tiere im Angebot. 19 Kälber davon konnten zu einem Durchschnittspreis von 319 € abgesetzt werden. 5 Kälber wurden zum gebotenen Preis nicht abgegeben bzw. bekamen kein Gebot. Das war auch durch die insgesamt etwas schwächere Qualität bedingt.

Ein Kalb, das väterlicherseits auf Reumut und mütterlicherseits auf den Topvererber Malibu zurückgeht, erzielte mit 455 € den Spitzenpreis. Der Züchter dieses Kalbes kommt aus dem Ostallgäu. Dieses Kalb wurde von den Weilheimer Jungzüchtern ersteigert und wird im Rahmen der Jungzüchter-Tierschau am 12. November in der Weilheimer Hochlandhalle verlost.

Zur Versteigerung sind 26 Bullen vorgestellt worden, davon waren 7 in der Wertklasse 1, der Rest in die Wertklasse 2 eingereiht. Die 2 teuerste Bulle, ein natürlich hornloser Von-Welt-Sohn aus einer leistungsstarken Ironie-Tochter mit ordentlichen genomischen Werten in allen Leistungs-, Fitness- und Exterieurmerkmalen, wurde für 3600 € vom der Besamungsstation Greifenberg ersteigert. Gezüchtet und aufgetrieben hat diesen hervorragend entwickelten Stier mit ausgezeichneten 1684 g Tageszunahmen der Zuchtbetrieb Lindner/Peissenberg.

Ein weiterer für den Besamungseinsatz gekaufter Stier war ein Rhesus-Sohn aus einer Resolut-Tochter mit brauchbaren Werten in fast allen für die Zucht relevanten Merkmalen. Dieser vom Zuchtbetrieb Müller/Hochstadt angebotene Stier, der eine interessante Abstammung hat, wurde von der Besamungsstation Bayern-Genetik Grub für 3500 € erworben.

Von den 24 Stieren für den Natursprung konnten 19 Tiere einen neuen Besitzer finden. Leider bekamen 5 Stiere kein Gebot bzw. wurden zum gebotenen Preis nicht abgegeben. Den höchsten Versteigerungspreis mit 2100 € bei diesen Stieren bekam ein Waldi-Sohn aus einer leistungsstarken Vanstein-Tochter. Insgesamt erzielten die verkauften Natursprungstiere einen Durchschnittspreis von 1691 €, dies liegt wieder deutlich unter den Erlösen des letzten Marktes.

Die 52 aufgetriebenen Jungkühe zeigten bei knappem durchschnittlichen Tagesgemelk von 25,9 kg auch sonst eher durchwachsene Qualität. Erfreulich war, dass alle in den Ring getriebenen Tiere einen neuen Besitzer fanden. Bei den Kühen ohne Mängelansagen lag der Durchschnittspreis mit 1574 € leicht über dem Preisniveau des Vormonats.

Die zum Höchstpreis von je 1900 € verkauften 2 Jungkühe konnten Tagesgemelke von 31,7 kg bzw. 30,6 kg bei guter Melkbarkeit aufweisen. Aufgetrieben wurden diese Tiere von den Zuchtbetrieben Franz Gossner/Günzburg und Helmut Goldbrunner/Riegsee. Beide Jungkühe werden künftig im gleichen Ostallgäuer Milchbetrieb stehen.

Der nächste Zuchtviehmarkt findet am 8. Dezember in der Hochlandhalle in Weilheim statt.

Foto Startseite: Weilheimer Zuchtverbände e. V.

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