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Tierschauen und Vermarktung

Export deutscher Rindergenetik nach Rassen

von , am
03.04.2015

Nach Angaben der ADR-Mitgliedsorganisationen wurden im Jahr 2014 insgesamt 87.907 Zuchtrinder exportiert.

Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung von 37,7 % oder 24.072 Tieren. Den größten Anteil am Export hatte die Rasse Deutsche Holstein-Schwarzbunte mit 71.553 Tieren, was einer Steigerung gegenüber 2013 von 44 % entspricht. Der Anteil der exportierten Holstein-Rotbunten Tiere stieg um 39 % auf 4.301 Tiere.
 
Beim Fleckvieh war eine Abnahme von 4,9 % auf 7.554 zu verzeichnen. Eine Steigerung war auch bei der Rasse Braunvieh zu beobachten, von der 2014 4.499 Tiere exportiert wurden, was einer Zunahme von 43 % entspricht.
 
Das statistische Bundesamt veröffentlichte 90.679 Zuchttiere als exportiert. Die Differenz der Angaben von Destatis und ADR ist u. a. durch Exporte kleinerer Organisationen zu erklären, die nicht der ADR angeschlossen sind.
 
Beim Export von Rindersamen betrug der Anteil des Samens der Rasse Holstein- Schwarzbunte nach Angaben der ADR-Mitgliederorganisationen 37,8 % oder 1.682.856 Portionen, und der der Rasse Holstein-Rotbunter Samenexporte betrug 7,9 % (350.222).
 
Vom Fleckvieh wurden 2.038.353 Portionen (45,8 %) ins Ausland verkauft. Der Anteil des Samens der Rasse Braunvieh betrug 3,5 % oder 154.909 Dosen.
 
Während nach Angaben des statistische Bundesamtes 2014 insgesamt 3.880.980 Portionen Rindersamen exportiert wurden, meldeten die der ADR angeschlossenen Organisationen 4.451.924 Dosen, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 52.588 Dosen entspricht, während nach Destatis-Angaben eine Abnahme von fast 1 Mio. Dosen zu verzeichnen war. Destatis erhält die Werte im Fall von Drittlandexporten über die zuständigen Zollämter, während beim innergemeinschaftlichen Handel die handelnden Unternehmen verpflichtet sind, ihre Zahlen an Destatis zu melden, so Destatis gegenüber der ADR. Allerdings können die Unternehmen von dieser Meldepflicht befreit werden, wenn sie einen gewissen Umsatz nicht erreichen. Auch können bei Meldungen an die ADR Doppeldeklarationen zu abweichenden Angaben führen, etwa wenn Unternehmen Kooperationen im Exportgeschäft eingehen. © Text: ADR / Foto: LV Design (Fotolia.com)
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