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Auktion in Ilshofen

Großvieh flotter, Kälberpreise unter Druck

Thomas Schmidt, RBW
am
14.10.2016

Bei der Auktion der Rinderunion Baden-Württemberg am 29. September 2016 wurde das knappere Großviehangebot flott zu leicht steigenden Preisen abgesetzt. Die Fleckviehbullenkälber gerieten jahreszeitlich bedingt im Preis leicht unter Druck.

Die 3 angebotenen Jungbullen wurden zügig für durchschnittlich 1933 € verkauft. An der Spitze ging ein großrahmiger und sehr eleganter Indess-Sohn aus der Zucht vom Betrieb Schmidt aus Creglingen, der von Stefan Göggerle/Rainau zum Verkauf angeboten wurde und mit 2000 € den Tageshöchstpreis erzielte.

25 der 26 angebotenen Jungkühe konnten für durchschnittliche 1406 € zügig verkauft werden. Das etwas knappere sowie hinsichtlich der Qualität bessere Angebot und eine leicht belebtere Nachfrage waren die Gründe für die Preissteigerung gegenüber der Vorauktion.

An der Spitze stand eine großrahmige und sehr euterstarke Malso-Tochter von Anton Fuchs aus Ellwangen. Die Tageshöchstpreise erlösten eine kapitale Reonis-Enkelin von Stefan Göggerle/Rainau, die über 31 kg Milch leistete und 1660 € erlöste, sowie eine schicke Reonis-Tochter von Familie Haag aus Sulzbach/Murr, die 30,5 kg Milch vorweisen konnte und 1600 € kostete.

Mit 92 Kuhkälbern war hier das Angebot enorm. Die im Mittel 83 kg schweren Tiere kosteten 273 €/Tier (netto).

Im Durchschnitt 81 kg brachten die 344 angebotenen Bullenkälber auf die Waage. Hier ergab sich ein Durchschnittspreis von 412 €/Tier. Allerdings geht hier die Preisschere sehr weit auseinander: Schwach entwickelte Tiere können in Zeiten von sinkender Nachfrage nur mit deutlichen Preiszugeständnissen verkauft werden, zumal in den Hauptabsatzgebieten in Norddeutschland die Maissilageernte sowie die daran anschließende Herbstbestellung in vollem Gange sind.

Die nächste Auktion in Ilshofen findet am Do. 27. Oktober (Großvieh und Kälber) statt.

Foto Startseite: Christine Endres

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