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"Rinderzucht hautnah" in Niederösterreich

Vom hoffnungsvollen Nachwuchs bis hin zu echten Golden Girls

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Die GS Pandora-Tochter Soraya (r.) und ihre Tochter Solaika (V: Valeur) von Herbert Wimmer aus St. Oswald. © Christine Endres
von am
23.03.2018

Beim 10. Waldviertler Kuhfrühling zeigte die NÖ-Genetik anhand drei interessanter Tiergruppen wie zukunftsfähig, vielfältig und nachhaltig niederösterreichs Rinderzucht aufgestellt ist.

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Diese drei Jungrinder wurden in Zwettl gezeigt. © Christine Endres

Die erste Gruppe, die Zuchtleiter Ernst Grabner vorstellte, war gespickt mit echten Fleckvieh-Hochkarätern. Los ging es mit der Monumental-Tochter Bibsi, einem vier Monaten alten Jungrind aus einer sehr leistungsbereiten Jungkuh vom Betrieb Werner Zach aus Karlstein. Auch mit dabei war ein fünfmonatiges Viantor-Rind mit gGZW 129 und gMW 118 von Karin und Johann Kainz aus Groß-Radischen. „Dieses Rind zählt zu den besten 10 Prozent der Viantor-Töchter“, betonte Grabner. Ebenfalls sehr vielversprechend war das dritte Rind dieser Gruppe: eine Walk-Tochter mit gGZW 132 und gMW 119, gezüchtet von Elisabeth und Josef Koppensteiner aus Groß-Neusiedl. Abgerundet wurde diese Gruppe durch ein Mutter-Tochter-Gespann vom Betrieb Herbert Wimmer aus St. Oswald. Die GS Pandora-Tochter Soraya hat bereits fünfmal gekalbt und war im vergangenen Jahr auf der Bundesfleckviehschau in Maishofen ausgestellt. Sorayas-Tochter Solaika (V: Valeur) hat vor rund vier Wochen zum ersten Mal gekalbt und ist mit gGZW 128 und gMW 117 genomisch untersucht.

 

Vilsbergs Mutter beim Kuhfrühling

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Die Willenberg-Tochter Marille ist die Mutter des Stieres Vilsberg. © Christine Endres

Die Vielfalt der niederösterreichischen Rinderzucht stellte Grabner in der zweiten Gruppe dar.  Drei Fleckviehkühe stellte er hier vor, unter anderem die Mint-Tochter Merana von Franz und Ingrid Zecha aus Gross-Siegharts. Ausgestellt war auch die Willenberg-Tochter und Stiermutter Marille vom Betrieb Jager aus Albrechtsberg. Aus dieser Drittkalbskuh stammt der Voco-Sohn Vilsberg. Ein ebenfalls beeindruckendes Bild bot die natürlich hornlose GS Hannes-Tochter Leonie von Verena und Markus Böhm aus Reingers, die ein stolzes Lebendgewicht von 1050 kg aufweisen kann. Als Vertreterin der Rasse Holstein lief die amtierende Landessiegerin jung auf und mit einer äußerst jugendlichen Achtkalbskuh präsentierte Grabner die Rasse Braunvieh.

Beeindruckende Golden Girls im Ring

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Diese drei Dauerleistungskühe gaben insgesamt 330.000 kg Milch. © Christine Endres

Auch drei imposante Dauerleistungskühe konnte Grabner in Zwettl präsentieren. „Mit diesen drei Kühen  stehen nun über 330.000 kg Lebensleistung im Ring“, berichtete er. Wal-Tochter Malta von Familie Zecha aus Gross-Siegharts leistete 110.301 kg Milch. Merana, eine Repteit-Tochter von Familie Huber aus Groß-Gerungs bringt es auf eine Lebensleistung von 103.240 kg. Spitzenreiterin war aber die Randy-Tochter Grille mit sagenhaften 113.159 kg Lebensleistung. Sie steht im Stall von Familie Arnhof in Heidenreichstein.

 

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