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Auktion in Weilheim

Marktgeschehen wird von Verunsicherung am Milchmarkt bestimmt

Weilheimer Zuchtverbände e. V.
am
07.10.2016

Der Oktobermarkt fand trotz optimalem Marktwetter und ohne Erntedruck in einer nur mäßig gefüllten Weilheimer Hochlandhalle statt.

Das noch fehlende Vertrauen in eine nachhaltige Besserung beim Milchpreis hinterlässt auch bei diesem Markt wieder Spuren. Dank geringer Auftriebszahlen konnten die Durchschnittspreise über alle Kategorien hinweg überwiegend stabil gehalten werden. Bei den Deckstieren hat sich sogar widererwarten, vor allem auch im Vergleich zur Preissituation der umliegenden Marktorte, der Durchschnittspreis gegenüber der letzten Auktion um über 100 € erholt.

Bei den Fleckvieh-Kuhkälbern waren insgesamt 16 Tiere im Angebot. 13 Kälber davon konnten zu einem Durchschnittspreis von 383 € je nach Qualität entsprechend flott abgesetzt werden. Ein Kalb, das väterlicherseits auf Raldi und mütterlicherseits auf den Topvererber Waldbrand zurückgeht, erzielte mit 555 € den Spitzenpreis. Den zweithöchsten Preis erzielte mit 510 € ein Kalb des Betriebes Hohl/Buchenberg, der in diesem Jahr schon auf 3 Auktionen mit dem Spitzenpreis in dieser Kategorie glänzen konnte.

Zur Versteigerung sind 21 Bullen vorgestellt worden, davon waren 5 in der Wertklasse 1, der Rest in die Wertklasse 2 eingereiht. Der teuerste Bulle, ein Voltaire-Sohn aus einer leistungsstarken Manton-Tochter mit ordentlichen genomischen Werten in fast allen Leistungs- und Fitnessmerkmalen, wurde für 3600 € vom der Besamungsstation Greifenberg ersteigert. Gezüchtet und aufgetrieben hat diesen mit Hilfe des Embryotransfers erzeugten Stier der bekannten Zuchtbetrieb Pischeltsrieder/Münsing.

Von den 20 Stieren für den Natursprung konnten 18 Tiere einen neuen Besitzer finden. Den höchsten Versteigerungspreis mit 2200 € bei den Stieren für den Deckeinsatz bekam ein Vollbruder des o.g. Stieres, der aus demselben Embryotransfer hervorging und vom gleichen Betrieb aufgetrieben wurde. Insgesamt erzielten die verkauften Natursprungstiere einen Durchschnittspreis von 1849 €, dies liegt erfreulicherweise wieder deutlich über den Erlösen des letzten Marktes.

Die lediglich 41 aufgetriebenen Jungkühe zeigten bei knappem durchschnittlichen Tagesgemelk von 25,1 kg auch sonst eher durchwachsene Qualität. Bei den Kühen ohne Mängelansagen lag der Durchschnittspreis mit 1536 € annähernd auf dem Preisniveau des Vormonats. Die zum Höchstpreis von je 1950 € verkauften 2 Jungkühe konnten Tagesgemelke von 31,0 kg und 28,6 kg bei guter Melkbarkeit aufweisen. Aufgetrieben wurden diese Tiere vom Zuchtbetrieb Franz Gossner/Günzburg sowie vom Aufzuchtbetrieb Josef Steigenberger/Bernried.

Der nächste Zuchtviehmarkt findet am Do. 3. November 2016 in der Hochlandhalle in Weilheim statt.

Foto Startseite: Ariane Haubner

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