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Milchmarkt 2016

Molkereien und Erzeuger gefordert

Milchindustrieverband e. V.
am
01.02.2016

Anlässlich des Milchpolitischen Frühschoppens im Rahmen der Grünen Woche in Berlin erläuterte der Vorsitzende des Milchindustrie-Verbandes e.V. (MIV) Peter Stahl die bestehende Marktlage.

„Die Märkte sind rohstoffseitig belastet durch die hohen Milchanlieferungen weniger Länder innerhalb der europäischen Union Ende 2015. Treiber sind hier vor allem die Länder Irland, Niederlande, Polen und auch Deutschland“, so Stahl.

Die Marktlage werde sich in den ersten Monaten von 2016 weiter schwierig gestalten. Denn für das Frühjahr sei von steigenden Milchmengen auszugehen, auch wenn durch Klimaeinflüsse wie in Neuseeland und USA die weltweite Milchproduktion gebremst werde.

Einige Molkereien hätten bereits noch niedrigere Milchauszahlungspreise für den Jahresstart 2016 vorausgesagt als zuvor. Das erste Halbjahr 2016 werde daher aller Voraussicht nach im Schnitt unter dem Vorjahresniveau liegen. „Dies stellt die Milcherzeuger vor erhebliche wirtschaftliche Probleme“, ist sich Stahl der Situation bewusst. Für das gesamte Jahr 2015 geht der Verband von einem Durchschnittspreis von ca. 29 ct/kg bei 4,0 % Fett aus. Die regionale Spreizung sei dabei in Deutschland jedoch enorm.

Foto Startseite: LVDdesign (Fotolia.com)

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