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Tierschau Tirol

Nordtirol räumt bei Fleckvieh-Jungkuhschau in Lienz ab

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Max Riesberg, Wochenblatt
am
25.04.2018

Die Fleckviehwelt pilgerte am 21. April in die Arena der Raiffeisen Genossenschaft Osttirol (RGO) nach Lienz. Mit Spannung wurde das Fleckvieh-Jungkuhchampionat erwartet, bei dem insgesamt 107 Jungkühe aus gesamt Tirol, – Nord, Ost und Süd – angekündigt waren.

Rinderzucht_Fleckvieh_Jungkuh-Champion_Symposium_Anita_Zott_Söll

Als Preisrichter konnte der niederösterreichische Fleckviehexperte und Zuchtleiter der NÖ-Genetik Ernst Grabner gewonnen werden. 15 Gruppenentscheide hatte er zu bewältigen. Zum Champion der ersten Jungkuhgruppen wählte er die „absolut harmonische“ Symposium-Tochter Anita von Josef Zott aus Söll unter dem ersten großen Jubel im Nordtiroler Lager. Für Grabner führte an dieser  breiten und doch sehr eleganten Erstlingskuh mit dem ausgeglichenen Fundament und ihrem langen, drüsigen Euter kein Weg vorbei. Als Reservechampion ging die sehr feine und jugendliche GS Pandora-Tochter Wallerie von Markus Schwaighofer aus Erl, die vor allem mit ihrem trockenenen Fundament und dem hohen, langen Euter bestach, aus dem ersten Final-Ring – erster Doppelerfolg für Nordtirol!

Zwei Champion-Titel für den Viehzuchtverein Söll

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Dass jedoch der folgende Championentscheid ebenfalls an den Viehzuchtverein Söll gehen sollte, hätte sich wohl keiner gedacht. „Das ist der absolute Wahnsinn“, sagte Hans-Peter Niederacher, der mit seiner Serano-Tochter Cora den Ring als Champion verlassen durfte. „Wir haben zwar um ihre Stärken gewusst, aber die Konkurrenz war wirklich sehr gut aufgestellt“, so der Fleckviehzüchter aus Söll überglücklich. Der niederösterreichische Preisrichter zeigte sich vor allem von Coras pefektem Körperbau und dem pefekten Eutersitz mit straffem Zentralband begeistert. Reservechampion wurde hier die lange und fundamentstarke Reumut-Tochter Lena von Josef Misslinger aus Hopfgarten. „Eine Kuh mit viel Breite von der Brust bis zum Becken“, wie Grabner seine Entscheidung kommentierte. – Zweiter Doppelerfolg für Nordtirol.

Drei Doppelsiege für Nordtirol

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Bei den Zweitkalbskühen kochte die Stimmung dann nochmals so richtig hoch. Denn das Championfinale war hier besonders stark beschickt. „Wir bewegen uns auf einem außergewöhnlich hohen Qulitätsniveau mit viel Format sowie gewaltiger Textur und Drüsigkeit bei den Eutern“, zog Grabner Bilanz, bevor er mit einem Klapps und unter tosendem Applaus die Symposium-Tochter Zirm vom Betrieb Löffler aus Terfens ganz vorne an die Spitze der Zweitkalbskühe setzte. Ihr folgte als Reservechampion mit Wira von Hannes Lenk aus Kramsach eine hervorragend entwickelte Washington-Tochter, „die aber auch noch Potenzial hat, das sie in Zukunft ausschöpfen kann“. Und darauf kommt es bei aller Schönheit bei einer Jungkuh natürlich auch an. Schließlich war das der grandiose Doppelerfolg Nummer 3 für die Nordtiroler Ausstellerriege.

Starke Züchterjugend

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Auch der Osttrioler Jungzüchter-Cup fand im Rahmen des Fleckvieh-Jungkuhchampionats statt. Hier trugen die Sieger in den drei Gruppen allesamt den Namen einer alteingesessenen Osttiroler Züchterfamilie, nämlich Dichtl. Den Anfang machten Magdalena mit ihrem Waldbrand-Kalb Mai und ihr Bruder Georg mit seiner Marmor Edelweiss. Ebenfalls einen Siegerpokal holte sich ihr Cousin Marcel mit seinem Wikonos-Kalb Evita, dicht gefolgt von seinem Bruder Dominic mit Raldi-Tochter Sissi. Die jüngste Teilnehmerin war mit ihren gerade mal fünf Jahren Kathrin Rainer aus Innervillgraten.

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