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April-Markt in Weilheim

Der schlechte Milchpreis drückt die Erlöse für Jungkühe

Weilheimer Zuchtverbände e. V.
am
15.04.2016

Der Aprilmarkt fand in einer nur mäßig gefüllten Weilheimer Hochlandhalle statt. Dem Verfall des Milchpreises konnte sich lediglich der Stier- und Zuchtkälbermarkt entziehen. Wie es nicht anders zu erwarten war, gerieten die Jungkuhpreise wegen der schlechten Lage am Milchmarkt unter Druck.

Bei den Fleckvieh-Kuhkälbern waren insgesamt nur 31 Tiere im Angebot. Alle Kälber konnten zu einem respektablen Durchschnittspreis von 364 € je nach Qualität entsprechend flott abgesetzt werden. Das für 455 € verkaufte Spitzenkalb stammt aus einer Leistungsstarken Waterberg-Tochter und hat den bekannten Vererber Round Up als Vater.

Zur Versteigerung sind 27 Bullen vorgestellt worden, davon waren 8 in der Wertklasse 1, der Rest in die Wertklasse 2 eingereiht. Da die Besamungsstationen an keinem der Stiere Interesse bekundeten, standen diesmal alle Stiere für den Natursprung zum Verkauf. Den höchsten Versteigerungspreis erlöste ein Helderberg-Sohn vom Zucht- und Aufzuchtbetrieb Werner Golling aus Altenstadt. Dieser Stier konnte mit brauchbaren genomischen Zuchtwerten sowie einer außerordentlich leistungsstarken Mutter überzeugen und so für einen Deckstier beachtliche 2400 € erzielen. Weitere 4 Stiere schafften es ebenfalls die 2000 € Marke zu überqueren. Nur 3 Tiere wurden zu den gebotenen Preisen nicht abgegeben. Der insgesamt erzielte Durchschnittspreis für die verkauften Deckstiere von 1846 € konnte durchaus zufrieden stellen.

Die 77 aufgetriebenen Jungkühe wiesen bei einem durchschnittlichen Tagesgemelk von 27,6 kg ordentliche Qualität auf. Dem schwachen Milchpreis geschuldet konnten hiervon nur 66 Jungkühe verkauft werden. Der Rest der Tiere wurde zum gebotenen Preis nicht abgegeben. Bei den Kühen ohne Mängelansagen lag der Durchschnittspreis mit 1416 € erheblich niedriger als in den Vormonaten. Dabei ist zu erwähnen, dass ungewöhnlich oft festgestellte Mängel angesagt werden mussten.

Die Spitzenjungkuh war eine körperhafte Kuh mit starkem Exterieur die väterlicherseits auf den bekannten Vererber Romario und mütterlicherseits auf den Stier Ilion zurückgeht. Diese Jungkuh mit einem Tagesgemelk von 31,2 kg und einer Melkbarkeit von 2,1 kg/min wurde vom bekannten Zuchtbetrieb Bernhard Unsinn angeboten und von einem Züchter aus dem Landkreis Ostallgäu für 2200 € ersteigert.

Neben den Jungkühen sind noch 4 weitere Fleckviehkühe für Preise zwischen 1200 und 1250 € verkauft worden.

Der nächste Weilheimer Zuchtviehmarkt findet am 12. Mai in der Hochlandhalle statt.

Foto Startseite: Christine Endres

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