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Sommerlicher Großviehmarkt

Rücken einer Kuh mit Nummer
Zuchtverband Miesbach
am
02.08.2018

Gefragt waren vorallem Spitzenjungkühe. Gedämpfte Kauflust bei den Jungbullen.

Jungkuh auf dem Markt

Trotz einiger nicht abgegebener Tiere war man beim Zuchtverband Miesbach mit dem Juligroßviehmarkt durchaus zufrieden. Bedingt durch das schwül-heiße Wetter waren die Ansagen des Eutergesundheitsdienstes wegen erhöhtem Zellgehalt vermehrt und die betroffenen Tiere wurden entweder gar nicht oder zu einem niedrigen Preis abgegeben. Letztendlich wurden 101 von 109 aufgetriebenen Jungkühen zum Durchschnittspreis von 1674.- Euro, bei einer Preisspanne von 900.- bis 2450.- Euro, verkauft.

Insbesondere die 9 Spitzentiere der Wertklasse IIa waren sehr begehrt und wurden im Mittel mit 2216.- Euro honoriert. Die Spitzenjungkuh, eine von Hans Eberl aus Sauerlach vorgestellte Ila-Tochter blieb im Zuchtgebiet. 2 über 15 Zentner schwere Tiere von Karl Betzinger aus Warngau (V. Irgala) und Georg Hofstetter aus Vogtareuth (V. Raldi) gingen nach Südtirol. Kuenen jr. nahm Töchter der Stiere Manton und Zauber von Markus Kastenmüller aus Dietramszell und Stephan Beil aus Egling mit nach Holland. Diese Spitzenjungkühe erlösten alle über 2350.- Euro. Insgesamt wurde die magische Grenze von 2000.- Euro 15 mal überschritten, während am anderen Ende der Preisskala 11 Jungkühe die 1300.- Euro nicht erreichten.

Neben schon erwähnten höheren Zellgehalten waren schwächere Melkbarkeiten und Euterformen Gründe für die niedrigeren Gebote. Im Durchschnitt gaben die Jungkühe 28,1 kg Milch bei einer Melkbarkeit von 2,4 kg/min. Da die Südtiroler Käufer Wert auf weidegewohnte Tiere legen war diese Kategorie etwas besser zu verkaufen.

Stiere zur Zucht und Mehrkalbskühe

Jungkuh auf Zuchtviehmarkt

Gedämpfter war die Kauflust bei den Stieren. Es wurden zwar 21 von 23 angebotenen Stieren verkauft, aber die Preise sanken gegenüber dem Vormarkt deutlich. Der einzige Besamungsstier, ein von Franz Vordermayer aus Riedering gezüchteter Varta-Sohn, konnte nicht in der Oberlandhalle bewundert werden, da er sehr temperamentvoll war und aus Sicherheitsgründen direkt vom Züchter an die Besamungsstation CRV überstellt wurde. Die Natursprungstiere kosteten zwischen 1300.- und 2100.- Euro, im Durchschnitt 1715.- Euro.

Durch eine Bestandsauflösung war das Angebot an Mehrkalbskühen mit 11 Stück etwas höher. Bei Preisen zwischen 1080.- und 1950.- Euro fanden sie neue Besitzer. 4 Kalbinnen wechselten bei Geboten von 1300.- bis 1550.- Euro den Stall. Jeweils 35 Zuchttiere haben ihre neuen Arbeitsplätze im Verbandsgebiet und im benachbarten EU-Ausland. Die Niederlande (17), Südtirol (16) und Österreich (2) waren die Empfänger. 61 Stück gingen in angrenzende Zuchtgebiete und ins restliche Bayern, 5 in den Norden der Republik.

Der nächste Großviehmarkt in der Oberlandhalle findet am 29.08.2018 statt.

 

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