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Tiervermarktung

Zuchtviehmarkt Schwandorf: Großes Angebot gut vermarktet

Kuhkopf
© Ariane Haubner
von am
08.02.2018

Die Februar-Zuchtviehauktion des Rinderzuchtverbandes Oberpfalz war geprägt von einem großen Angebot an weiblichen Großtieren. Die Ankündigungen der Molkereien hinsichtlich schwächerer Milchpreise führten zu geringeren Erlösen bei den Kühen und Jungkühen. Trotzdem konnten fast alle weiblichen Großtiere zu zufriedenstellenden Preisen vermarktet werden. Auch bei den weiblichen Zuchtkälbern wurde das große Angebot problemlos zu etwas leichteren Preisen vermarktet.

Jungbulle mit Vater Etoscha
Der Etoscha-Sohn vom Betrieb Mosandl ging um 41.800 Euro nach Greifenberg. © Rudolf Traxinger

Bei den Zuchtbullen wurden am Februarmarkt 13 hoffnungsvolle Jungbullen mit meist guter Qualität angeboten. Die Besamungsstation Greifenberg sicherte sich nach langem Winkerduell einen hoch vorgeschätzten Etoscha-Sohn. Weitere drei sehr gut typisierte Bullen gingen zum Prüfeinsatz an den Besamungsverein Neustadt an der Aisch. Daneben konnten noch weitere fünf Bullen zu guten Preisen in den Natursprungeinsatz verkauft werden.

Jungkühe

Jungbulle der Rasse Fleckvieh
Der Peron-Sohn vom Betrieb Götz wurde an die Besamungsstation Neustadt a. d. Aisch überstellt. © Rudolf Traxinger

Mit 92 aufgetriebenen frischmelkenden Jungkühen sowie 9 Kühen mit mehreren Kalbungen war die Auktion mit weiblichen Großtieren diesmal gut beschickt. Die angebotenen Tiere überzeugten durchweg mit guter Qualität und hoher Milchleistung. Nach einem etwas zögerlichen Beginn entwickelte sich eine flotte Versteigerung, bei der nahezu alle angebotenen Kühe und Jungkühe verkauft werden konnten. Lediglich 2 Tiere mit einer Ansage bei der Milchqualität fanden keinen Käufer. Spitzenpreise von über 2.000 € wurden allerdings nur für einige wenige Tiere erlöst. Besonders gefragt waren auch diesmal wieder laufstallgewohnte Tiere mit guten Euteranlagen. Am Schluss der Auktion errechnete sich bei den Jungkühen ein Durchschnittserlös von netto 1.631 €, was einen Rückgang von 280 € gegenüber den sehr hohen Preisen bei Januar-Auktion bedeutet. Die durchschnittliche Tagesmilchleistung lag diesmal bei 28,8 kg Milch.

Kälber

Ein großes Angebot war auch diesmal bei den weiblichen Zuchtkälbern mit 117 Tieren zu verzeichnen. Bei flottem Marktverlauf konnten ausnahmslos alle angebotenen weiblichen Zuchtkälber abgesetzt werden. Am Schluss der Versteigerung errechnete sich mit 343 €/Kalb ein Durchschnittspreis der etwas unter dem Durchschnittspreis der letzten Auktion lag. Gefragt waren Tiere mit guter Entwicklung und guten väterlichen und mütterlichen Abstammungen.

Bei der Versteigerung der männlichen Nutzkälber am 05. Februar 2018 waren durchweg gute Erlöse zu erzielen. Bei einem Durchschnittsgewicht von 89 kg wurde ein Erlös von 5,72 Euro (incl. MWSt.) je Kilogramm Lebendgewicht erzielt. Für ein männliches Kalb mussten die Käufer somit durchschnittlich 459 Euro (ohne MWSt.) anlegen. (alle Preise netto)

Der nächste Zuchtviehmarkt - für Bullen, Kalbinnen, Jungkühe und weibliche Zuchtkälber - findet in Schwandorf am Mittwoch, 07. März 2018 statt.

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