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Vermarktung

Zuchtviehmarkt Schwandorf: Trockene Witterung dämpft die Preise

RZFV_Zuchtviehmarkt_Schwandorf_Oberpfalz_Fleckvieh
Zuchtverband Oberpfalz
am
08.06.2018

52 Junkühe, 124 weibliche Zuchtkälber und 15 interessante Jungbullen gab es beim Schwandorfer Juni-Markt zu ersteigern.

Die Zuchtviehauktion des Rinderzuchtverbandes Oberpfalz am 6. Juni in Schwandorf war geprägt von einem großen Angebot an weiblichen Zuchtkälbern. Bei den weiblichen Großtieren war die Zahl der aufgetriebenen Tiere diesmal etwas höher als im Vormonat. Aufgrund der bereits seit Wochen andauernden Trockenheit und des damit verbundenen knappen Futteraufwuchses hielten sich die Käufer bei der Abgabe der Gebote etwas zurück. Die günstige Einkaufsmöglichkeit für qualitativ gute Kühe war auch diesmal gegeben.

Viele Jungkühe von guter Qualität

Mit 52 aufgetriebenen frischmelkenden Jungkühen sowie einer Kuh mit mehreren Kalbungen war die Auktion mit weiblichen Großtieren diesmal wieder besser beschickt. Die angebotenen Tiere überzeugten durchweg mit guter Qualität und hoher Milchleistung. Wegen der bereits seit mehreren Wochen anhaltenden Trockenheit hielt sich die Anzahl der Käufer jedoch in überschaubaren Grenzen. Bereits im Vorfeld waren aber mehrere Kaufaufträge beim Zuchtverband eingegangen. Aufgrund der sehr guten Qualität der Tiere entwickelte sich eine flotte Versteigerung. Alle Tiere konnten - bei zwar leicht nachgebenden Preisen - abgesetzt werden. Besonders gefragt waren auch diesmal wieder laufstallgewohnte Tiere mit guten Euteranlagen. Am Schluss der Auktion errechnete sich bei den Jungkühen ein Durchschnittserlös von 1.590 €. Dies bedeutet einen Rückgang um rund 70 € gegenüber der Mai-Auktion. Die durchschnittliche Tagesmilchleistung lag diesmal bei 29,6 kg Milch.

Viele weibliche Zuchtkälber

Ein großes Angebot war auch diesmal bei den weiblichen Zuchtkälbern mit 124 Tieren zu verzeichnen. Bei flottem Marktverlauf konnten ausnahmslos alle angebotenen weiblichen Zuchtkälber abgesetzt werden. Am Schluss der Versteigerung errechnete sich mit 370 €/Kalb ein Durchschnittspreis der um etwa 25 € höher lag als bei der letzten Auktion. Gefragt waren Tiere mit guter Entwicklung und guten väterlichen und mütterlichen Abstammungen.

Vier Stiere gehen in den Prüfeinsatz

Bei den Zuchtbullen wurden 15 hoffnungsvolle Jungbullen mit durchwegs sehr guter Qualität angeboten. An die Spitze stellte die Körkommission diesmal einen sehr gut entwickelten reinerbig natürlich hornlosen Vollgas-Sohn. Dieser Bulle sowie 7 weitere Jungbullen wurden in den Natursprung verkauft. Aus dem Anpaarungsprogramm wurden vier weitere Bullen zum Prüfeinsatz an die jeweilige Besamungsstation überstellt.

Gute Erlöse bei den Nutzkälbern

Bei der Versteigerung der männlichen Nutzkälber am 4. Juni 2018 waren durchweg gute Erlöse zu erzielen. Bei einem Durchschnittsgewicht von 91 kg wurde ein Erlös von 6,94 Euro je Kilogramm Lebendgewicht erzielt. Für ein männliches Kalb mussten die Käufer somit durchschnittlich 570 Euro anlegen.

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