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Tierzuchtreform

EU-Parlament stimmt zu

Agra Facts/ADR
am
20.01.2016

Neue EU-Vorschriften zur Verbesserung des Handels mit Zuchttieren und genetischem Material bekamen am 11. Januar 2016 grünes Licht vom Europäischen Parlament. Darin wer-den die Rechte und Pflichten der Tierzüchter neu definiert.

Ein informelles Abkommen wurde mit dem Rat bereits am 16. Dezember 2015 vereinbart, das noch der Zustimmung des Parlaments und der endgültigen Verabschiedung des Rates bedurfte. Die Überarbeitung vereint alle vorhandenen tierzuchtrechtlichen Vorschriften, enthält harmonisierte Vorschriften für reine Rassen, verstärkte Kontrollen (insbesondere bei der Einfuhr) und klärt die Rechte der Zuchtverbände. Zuchtbetriebe müssen bestimmte Kriterien erfüllen, um die Anerkennung der nationalen Behörden zu erhalten.

Die neuen Regeln definieren auch die Rechte der Mitglieder. Besondere Vorschriften gelten für gefährdete Rassen, um die genetische Vielfalt in Europa zu erhalten.

Die Reform wurde mit großer Mehrheit vom Europäischen Parlament beschlossen. Die endgültige Verabschiedung wird für Mitte April erwartet. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter hatte sich intensiv auf nationaler und EU-Ebene zur Ausgestaltung der Tierzuchtreform eingebracht.

Foto Startseite: Udo Ingber (Fotolia.com)

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