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Tierzucht

Paradebeispiel bayerischer Rinderzucht

von , am
19.01.2015

Er wiegt 1560 kg und ist der unumstrittene Star der Tierhalle auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin: der bayerische Fleckviehbulle Ex Machina aus Grub bei München.

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner mit Hornlosbulle Ex Machina auf der Grünen Woche in Berlin. © Schmalz (StMELF)
Für Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, der auf seinem Messerundgang vorbei schaute, ist der 6-jährige, von Natur aus hornlose Stier ein Paradebeispiel bayerischer Rinderzucht. „Die Zucht hornloser Rinder ist ein wichtiger Beitrag zum Schutz von Mensch und Tier“, sagte Brunner. Denn die zunehmende Haltung in tierfreundlichen Laufställen, in denen sich die Rinder frei bewegen und Sozialkontakte zu Artgenossen aufnehmen können, bringe höhere Verletzungsrisiken durch die Hörner mit sich.

Weil die Entfernung der Hörner für die Rinder schmerzhaft ist, kann laut Brunner die Zucht hornloser Rinder zum Königsweg in der Rinderzucht werden. Dem Minister zufolge werden in Bayern heute bereits 15 % aller Fleckviehkühe mit Sperma natürlich hornloser Bullen besamt, Tendenz steigend. Das Angebot der bayerischen Besamungsstationen wächst beständig. Viele Stationen haben in den letzten Monaten junge Hornlosbullen eingekauft, zu Preisen von teils über 100.000 €.

Laut Brunner ist der Freistaat nach wie vor das bedeutendste deutsche Rinderland. Von den bundesweit 12,7 Mio. Rindern stehen 3,2 Mio. in bayerischen Ställen. Rund 80 % sind Fleckvieh, eine Zweinut-zungsrasse, die Milch und Fleisch liefert. 9 % sind Braunvieh und 5 % Schwarzbunte. Die übrigen Rassen wie Gelbvieh, Pinzgauer, Murnau-Werdenfelser, Rotvieh und die Fleischrassen machen zusammen 6 % aus.

Die internationale Messe eignet sich laut Brunner ideal, um den Absatz von Zuchttieren weiter anzukurbeln. Gerade Vertreter osteuropäischer und nordafrikanischer Länder nutzen das breite Angebot. © StMELF
Achtung Redaktionen: Foto Schmalz/StMELF 
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