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International: Fleckvieh boomt in der Türkei

Dieser Artikel ist zuerst in der Fleckvieh erschienen.

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von , am
23.10.2017

Vom 17. bis 21. September fand in Izmir in der Türkei erstmalig eine Konferenz der Welt Simmental-Fleckvieh Vereinigung und gleichzeitig die 32. EVF Generalversammlung statt. Der Türkische Rinderzuchtverband CBAT (Cattle Breeder Association Turkey) hatte eine sehr interessante und informative Veranstaltung für Funktionäre und Züchter organisiert.

tuerkei gastgeber rinderzucht fleckvieh konferenz
Vertreter der Weltvereinigung zusammen mit dem Vorstand der türkischen Gastgeber. © Kristyna Skopalova

Fleckvieh erlebt einen regelrechten Boom in der Türkei. Die Kombination Milch-Fleisch-Fitness passt für viele Regionen und Betriebe ideal, da Fleisch in der Türkei derzeit überproportional gut bezahlt wird.

Auch Rindersperma erfreut sich steigender Importnachfrage. 2016 wurden 1977 Mio. Dosen Fleckvieh-Doppelnutzung und rund 0,5 Mio. Dosen Fleckvieh-Fleisch importiert, wovon der Löwenanteil aus Deutschland kommt. Derzeit gibt es in der Türkei sechs Besamungsstationen, die jährlich 2,5 Mio. Spermadosen für den heimischen Markt produzieren.

Der Rasseanteil von Fleckvieh zeigt seit wenigen Jahren stark steigende Tendenz. Zwei Mio. Fleckviehtiere entsprechen aktuell 18,4 Prozent Rasseanteil. Die Hauptmilchrasse sind Holsteins mit 65 Prozent, auf Braunvieh entfallen immerhin zwölf Prozent, nur drei Prozent sind Fleisch- und lokale Rassen.

Neben wenigen großen Betrieben dominiert die kleinbäuerliche Struktur. Derzeit werden im Schnitt 2,8 Kühe bzw. 4,7 Rinder auf den 215.000 Fleckviehbetrieben in der Türkei gehalten. In der Leistungsprüfung sind knapp 100 000 FV-Erstlingskühe mit 4627 kg Milch bei 3,71 % Fett und 3,42 % Eiweiß registriert.

 

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