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Management: Kostengünstiger Umbau von Anbindehaltung

Dieser Artikel ist zuerst in der Fleckvieh erschienen.

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von , am
24.08.2017

Neuer Glanz in alten Mauern: Die Anbindehaltung gerät immer mehr unter Druck. Doch es muss nicht immer der teure Neubau auf der grünen Wiese sein, ein individueller Umbau kann eine gute und kostengünstige Alternative sein.

Joachim Schmitt im neuen Stall
Joachim Schmitt aus dem unterfränkischen Sulzdorf vor seinem im Jahr 2002 umgebauten Anbindestall. © Christine Endres

Die Anbindehaltung steht immer mehr in der öffentlichen Kritik. Doch für viele Landwirte ist der Schritt zum Neubau, der oft mit einer Aussiedlung und hohen Kosten verbunden ist, zu groß. Eine Lösung kann dann das Um- und Anbauen des bestehenden Anbindestalles sein.

Bereits vor 15 Jahren hat Joachim Schmitt vom Liborius-Hof im unterfränkischen Sulzdorf im Landkreis Schweinfurt diesen Schritt gewagt. Er hat 2002 zusammen mit seinem Vater den ehemaligen Anbindestall zum Laufstall umgebaut und um eine Liegehalle mit 40 Plätzen sowie außenliegendem Futtertisch ergänzt. »Damals war die Hofübergabe noch nicht geregelt und wir wollten nicht zu viel investieren, aber trotzdem eine spürbare Arbeitserleichterung«, erklärt der heutige Betriebsleiter.

Im ehemaligen Anbindestall sind 30 Liegeboxen installiert worden. Eine Seitenwand wurde hier entfernt und ebenfalls ein außenliegender Futtertisch eingerichtet. Durch das Entfernen der tragenden Seitenwand mussten neue Stützen eingesetzt werden. »Die Barrenwand wurde aus Holz errichtet und kann herausgenommen werden, damit man mit dem Schlepper oder dem Hoflader in den Stall hineinfahren kann«, berichtet Schmitt. Die Laufgänge im umgebauten Stalltrakt und im Anbau sind planbefestigt und werden mit einem Schieber entmistet. Kompromisse musste der Landwirt allerdings in Sachen Lüftung machen.

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