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Reportage: Kombinationshaltung im Fokus

Dieser Artikel ist zuerst in der Fleckvieh erschienen.

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von am
19.12.2017

Der Anbindestall steht in der Kritik. NGO‘s, Handel und einige Molkereien wollen am liebsten nur noch Laufstallmilch. Zurecht? "Nein, denn auch im Anbindestall kann es den Kühen sehr gut gehen", sagen die Befürworter. In Salzburg etwa wird die Kombinationshaltung aus Anbindestall mit Weide oder Laufhof von Politik und Molkereien unterstützt.

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Josef (r.) und Seppi Berger aus Saalbach betreiben einen Betrieb mit Kombinationshaltung. © Thomas Sendlhofer

Josef und Evelyn Berger aus Saalbach im Salzburger Land und ihre Kinder sind leidenschaftliche Milchbauern und Pinzgauer-Züchter. Das Wohl ihrer Tiere liegt ihnen am Herzen, alles ist sauber und jeder bekommt den Eindruck, dass es den Kühen hier auf ihrem Hof auf 1050 m Höhe gut geht. Der Anbindestall aus dem Jahr 1985 wurde 2011 erweitert. Sie haben breite Stände, ein weiches Liegebett und eine gute Luft im Stall. Im Frühjahr und im Herbst kommen die Kühe auf die Weide am Hof, im Sommer sind sie sogar auf der Alm.

"Wir haben fast keine Klauenprobleme und viele Kunden kaufen bei uns in Maishofen Zuchtvieh, weil es so handsam ist", sagt Hofnachfolger Seppi Berger. Die Familie ist mit ihrem Anbindestall zufrieden.

Trotzdem versteht der Betriebsleiter manchmal die Welt nicht mehr. Wenn er hört, wie pauschal der Anbindestall kritisiert wird, oder dass Molkereien für Milch aus dem Anbindestall schon weniger bezahlen, dann schüttelt er den Kopf. "Der Handel macht mit den kleinen Bauern Werbung und dann will er, dass alle einen Laufstall bauen", sagt Josef Berger. Aus wirtschaftlicher Sicht sei das oft nicht tragbar und aus Tierwohlgründen vielfach nicht notwendig. Das Argument, dass der Verbraucher den Laufstall will, lässt er nicht gelten. "Wir haben viele Urlauber am Hof und jeder sagt, wie gut es den Kühen bei uns geht", berichtet Berger.

Zuletzt bekam die von Berger praktizierte Haltung Unterstützung. In Salzburg gibt es von der Politik und der Molkereiwirtschaft jetzt sogar ein Bekenntnis zur Kombinationshaltung, also der Kombination eines Anbindestalles mit Weidegang und/oder Laufhof. 'Das ist eine traditionelle und tiergerechte Haltungsform im Alpenraum', heißt es in der Erklärung von sechs Molkereien, Kammerpräsident Franz Eßl und Landesrat Dr. Josef Schwaiger ...

Den vollständigen Artikel und mehr zum Thema "Kombinationshaltung" lesen Sie in der Ausgabe 1/2018 ab Seite 7.

 

 

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