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Reportage: Von Mutterkuh auf Milchvieh

Dieser Artikel ist zuerst in der Fleckvieh erschienen.

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Christine Endres, Fleckvieh
am
18.04.2018

Von null auf hundert: Familie Böhm aus Leopoldsdorf im Waldviertel/Niederösterreich hat ihre Mutterkuhherde auf Milchvieh umgestellt und managt nun im umgebauten Stall eine züchterisch hoch interessante und äußerst leistungsfähige Fleckvieh-Herde.

Bis 2010 bestand der Betrieb hauptsächlich aus Ferkelerzeugung und Mutterkuhhaltung, lediglich zehn Milchkühe mit einer Herdenleistung von etwa 5500 kg Milch standen am Hof. Doch für den damals frisch gebackenen Betriebsleiter Markus Böhm und seine Frau Verena war schnell klar, dass sie mit den Schweinen wenig anfangen können und die Mutterkuhhaltung einfach nicht rentabel ist. "Die Schweine habe ich nur gehalten, um Geld zu verdienen, das war keine Überzeugung", erklärt der Betriebsleiter. Der Entschluss, voll auf die Milchkühe zu setzen, war deshalb schnell gefasst.

Startschuss fällt 2013

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Vor rund fünf Jahren haben Böhms dann damit begonnen, den 2003 für 14 Mutterkühe, 10 Milchkühe in Anbindehaltung sowie 33 Zuchtschweine erbauten Stall in einen Liegeboxenlaufstall für 40 Kühe und rund 50 Stück Jungvieh umzubauen. Die Familie hat sich dann sukzessiv eine züchterisch hoch interessante Herde aufgebaut. Viel gute Genetik kam ursprünglich durch Zukauf in den Betrieb, so wie die Großmutter der Jungkuh Rosi. Diese Rumgo-Tochter hat im Januar gekalbt und mit 33 Litern eingesetzt.

Mit Leidenschaft dabei

Viel Zeit im Stall und viel Liebe zum Tier, das wird bei den Böhms groß geschrieben. Auch die ein oder andere Extrabehandlung ist mal drin. Markus Böhm erzählt: "Wenn ich sehe, dass eine Kuh den Schrot nicht so mag, dann kriegt sie eben mehr Kuhkorn." Keiner Kuh dürfe es an irgendetwas fehlen, so die Devise des engagierten Fleckviehzüchters. Das Futter wird dreimal täglich frisch vorgelegt, derzeit noch per Hand. Doch die Anschaffung eines Futtermischwagens ist geplant.

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