Tiervermarktung Auktion in Weilheim: Deckstiere wieder gefragt

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Der Januar-Auktionsmarkt fand bei optimalem Marktwetter in einer ordentlich gefüllten Weilheimer Hochlandhalle statt. Erfreulicherweise wurden wieder mehr Fleckvieh-Jungkühe als auf den letzten Märkten aufgetrieben. Stiere und Jungkühe guter Qualität konnten schnell verkauft werden.

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Bei den Kuhkälbern waren bei der Auktion in Weilheim insgesamt nur 27 Tiere im Angebot. 21 Kälber davon konnten zu einem Durchschnittspreis von 312 € abgesetzt werden. Ein natürlich hornloses Kalb (Rosskur x Resolut) aus deinem Landsberger Betrieb erzielte mit 385 € den Spitzenpreis. Das Kalb wird künftig in einem Betrieb am Fuße des Braunecks (Lks. Bad Tölz-Wolfratshausen) aufwachsen.

Zur Weilheimer Versteigerung sind 23 Bullen vorgestellt worden, davon waren 4 in der Wertklasse 1, den Rest hat die Körkommission in die Wertklasse 2 bzw. einen Bulle in die Wertklasse 3 eingereiht. Ein Bulle, ein Humpert-Sohn aus einer leistungsstarken Hulkor-Tochter mit ordentlichen genomischen Werten in allen Leistungs-, Fitness- und Exterieurmerkmalen, wurde für 13.000 € verkauft. Der zweite Stier (Iserschee x Vlax) wurde für 3900 € ersteigert. Beide Stiere stammen aus dem Zuchtbetrieb Frieb aus Finnig und werden künftig ihren Dienst an der Besamungsstation Neustadt/Aisch verrichten.

Von den 21 Stieren für den Natursprung konnten 18 Tiere einen neuen Besitzer finden. Den höchsten Versteigerungspreis mit 2450 € bei den Deckstieren bekam ein Sensation-Sohn aus einer leistungsstarken Rosskur-Tochter. Erfreulicherweise lagen die verkauften Natursprungstiere mit einem Durchschnittspreis von 1877 € wieder deutlich über den Erlösen der letzten Märkte.

Gute Nachfrage bei den Jungkühen

Die 63 aufgetriebenen Jungkühe zeigten bei gutem durchschnittlichen Tagesgemelk von 27,1 kg eher durchwachsene Qualität. Zur Zufriedenheit der Weilheimer Zuchtverbände konnten bis auf drei Jüngkühe, die wegen abweichender Preisvorstellungen der Verkäufer nicht abgegeben wurden, alle Tiere verkauft werden. Bei den Kühen ohne Mängelansagen lag der Durchschnittspreis mit 1581 € im Vergleich zu den Preisen der umliegenden Marktorte recht ordentlich. Die zum Höchstpreis von 2200 € verkaufte Jungkuh, eine Manton-Tochter aus einer leistungsstarken Mutter, konnte mit einem Tagesgemelk von 26,7 kg und guter Melkbarkeit aufwarten. Aufgezogen und aufgetrieben wurde das Tier vom Zuchtbetrieb Steingruber aus Füllersried. Diese Kuh wird wie das teuerste Zuchtkalb auf dem gleichem Lenggrieser Betrieb seine neue Heimat finden.

Des Weiteren wurde eine Kuh für 1500 € sowie 6 Kalbinnen zu Preisen von 1220 € bis 1700 € verkauft.

Der nächste Zuchtviehmarkt findet am Donnerstag, 9. Februar 2017, in der Hochlandhalle in Weilheim statt.

Homepage: zuchtverband-weilheim.de